STANSSTAD: Postautokurs soll fix bleiben

Den dreijährigen Versuchsbetrieb wertet der Gemeinderat als Erfolg. Er will die Postautolinie zwischen Stansstad und Stans definitiv einführen. Das letzte Wort haben die Bürger der beteiligten Gemeinden.

Matthias Piazza
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Ein Postauto wendet in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann)

Ein Postauto wendet in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Seit Dezember 2015 erschliesst das Postauto zwischen den Bahnhöfen Stans und Stansstad unter anderem die Sportanlage Eichli, das Jugendkulturhaus Senkel sowie Siedlungsgebiete. Was als dreijähriger Versuch eingeführt wurde, soll nun in einen unbefristeten Betrieb übergehen. Der Stansstader Gemeinderat beantragt dafür zuhanden der Gemeindeversammlung vom kommenden Dienstag die Zustimmung zur Mitfinanzierung von 85000 Franken jährlich.

Die stündliche Verbindung (werktags) zwischen Stans und Stansstad bilde für die Aussenquartiere beider Gemeinden eine wichtige Anbindung an den öffentlichen Verkehr, heisst es in der Botschaft. Das Angebot werde von der Bevölkerung rege genutzt, was sich in den Fahrgastfrequenzen widerspiegle. Die Linie habe sich bewährt, sei sinnvoll und notwendig und biete eine attraktive Alternative zum privaten motorisierten Verkehr, heisst es weiter. Auch lasse die kurz- und mittelfristige Entwicklung in Stans mit dem bald anlaufenden Kinobetrieb gegenüber dem Länderpark und der geplanten Wohnüberbauung Unter Spichermatt vermuten, dass die bereits gute Auslastung der Kurse in den nächsten Jahren weiter zunehmen werde.

Eine halbe Million Plus statt Defizit

Ein Verzicht würde aus Sicht des Gemeinderates einen gravierenden Rückschritt bedeuten und von weiten Teilen der Öffentlichkeit wohl nur schwer verstanden. Die Stanser stimmen über ihre Beteiligung an einen unbefristeten Betrieb dieser Buslinie tags darauf an ihrer eigenen Gemeindeversammlung ab.

Das vergangene Rechnungsjahr der Gemeinde Stansstad schliesst bei einem Aufwand von 9,8 und einem Ertrag von 10,3 Millionen Franken mit einem Plus von rund 528000 Franken ab. Das ist fast eine Million Franken besser als erwartet. Investiert wurde im vergangenen Jahr für 2,5 Millionen Franken.

Ein Blitzschaden im Sommer 2016 zog die technischen Einrichtungen der Wasserversorgung im Ortsteil Kehrsiten in Mitleidenschaft. Die Versorgungs­sicherheit sei ohne umfassende Erneuerung der Anlagen nicht mehr gewährleistet, begründet der Gemeinderat den Nachtragskredit von 250000 Franken. Zudem befinden die Stansstader über gesamthaft drei Einbürgerungsgesuche britischer, deutscher und italienischer Staatsangehöriger.

Schulgemeinde mit ausgeglichener Rechnung

Auf den Franken ausgeglichen schliesst die Rechnung der Schulgemeinde ab – bei einem Aufwand und Ertrag von je 7,6 Millionen Franken. Budgetiert war ein Mehraufwand von rund 75000 Franken. Tiefere Personalkosten (minus 1,3 Prozent) und Sachaufwendungen (minus 10,3 Prozent) führten zu diesem besseren Ergebnis, wie die Schulgemeinde schreibt. 2,2 Prozent unter dem budgetierten Betrag lag hingegen der Fiskalertrag. Für die Optimierung der Lehrpersonen-Arbeitsräume wurden rund 172000 Franken investiert.

Die Kirchgemeinde kann für 2016 eine Rechnung mit einem Plus von rund 122000 Franken präsentieren, dies bei einem Aufwand von 999100 und einem Ertrag von 1,1 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von 69000 Franken. Die Steuereinnahmen waren rund 85000 Franken höher als erwartet, ist der Botschaft zu entnehmen. Neben der Ungewissheit der Steuerprognose, die beeinflusst werde durch Zu- und Wegzüger, habe man aufgrund der im Vorjahr erfolgten Einbussen zurückhaltend budgetiert, begründet der Kirchenrat die Abweichung weiter.

Hinweis

Gemeindeversammlung: 30. Mai, 20 Uhr, Gemeindesaal. Kirch­gemeindeversammlung: 28. Mai, 11.30 Uhr, Oeki.