STANSSTAD: Rettungssanitäter für grosse Tiere

Der Grosstier-Rettungsdienst erhält in Nidwalden einen neuen Stützpunkt. Nun werden Helfer gesucht.

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Der GTRD bei der Rettung eines Pferdes. (Bild pd)

Der GTRD bei der Rettung eines Pferdes. (Bild pd)

Der Grosstier-Rettungsdienst (GTRD) leistet seit elf Jahren in der Schweiz und in Liechtenstein Einsätze. Vor kurzem ist in Stansstad für die Zentralschweiz ein vierter regionaler Stützpunkt gegründet worden. Geleitet wird er von der 51-jährigen Ennetbürgerin Anita Stadler. Ziel ist, für Grosstiere einen Rettungsdienst aufzubauen, der wie der für den Menschen eingerichtete Sanitätsnotruf 144 funktionieren soll. «Dies sehen wir als aktiven Tierschutz an», heissts auf der Website. Unter Grosstieren versteht die Non-Profit-Organisation Pferde und landwirtschaftliche Nutztiere. Derjenige, der den GTRD für eine Bergung oder einen Transport bestellt, muss für den Aufwand aufkommen.

Idealisten mit Pioniergeist und Froneinsatz haben den GTRD begründet. Dies zeigt auch Anita Stadlers Weg: Als Tierfreundin und ehemalige Pferdebesitzerin wollte sie sich für das Wohl der Tiere einsetzen und fand so zum GTRD. Kontinuierlich begann die diplomierte Telefonistin, zumeist mit eigenem Geld, die für Rettungs- und Bergungseinsätze erforderliche Ausrüstung anzuschaffen. Zudem besuchte sie fleissig medizinische Kurse. Intern üben die GTRD-Sanitäterin regelmässig das schmerzfreie Angurten, Bergen und Transportieren der Tiere, das eine Wissenschaft für sich ist. Wichtig ist dabei auch die Sicherheit: «Wenn beispielsweise ein Pferd oder ein Kalb in ein Güllenloch fällt, arbeiten wir mit Atemschutzgerät und Taucheranzug.»

Mitarbeiter gesucht
Um den neuen Stützpunkt in Stansstad optimal betreiben zu können, sucht Leiterin Anita Stadler noch freiwillige Helfer. «Bewerber sollten gut mit Tieren, insbesondere Pferden umgehen können.» Das Fachwissen für Erste Hilfe an Grosstieren eignen sich die Sanitäter des GTRD kontinuierlich an. Schliesslich sollten Interessenten ein eigenes Fahrzeug besitzen und nicht mehr als 30 Minuten von Stansstad entfernt wohnen und arbeiten.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.