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STANSSTAD: Saumtiere ziehen alle Blicke an

Vor dem Aufbruch zur Säumertour nach Italien bot das Säumerfest dem Publikum ausgiebig Gelegenheit, die Spuren dieses faszinierenden Brauchtums zu erkunden.
Rosmarie Berlinger
Säumer und Besucher im Gespräch. (Bild: Rosmarie Berlinger)

Säumer und Besucher im Gespräch. (Bild: Rosmarie Berlinger)

Rosmarie Berlinger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist der historische Saumzug bereits mehr als einen Tag unterwegs auf der Strecke zum dritten Etappenort in Guttannen im Haslital. Vier weitere Etappenorte werden in der Folge bis zum Hauptziel Domodossola in Italien am Samstag, 26. August, erwandert sein. «Mit Saumtieren unterwegs zu sein, ist ein besonders eindrückliches ­Erlebnis», sagt Werner Gross­niklaus, Präsident des Fördervereins Sbrinz-Route. Und er stellt fest: «Das Säumertum und die Touren auf den historischen Pfaden erfreuen sich grosser Beliebtheit, sie präsentieren lebendiges Brauchtum.» Dieses soll dem Publikum etwa bei Säumerfesten nähergebracht werden. Am Wochenende lud der Förderverein vor dem grossen Marsch zum Säumerfest in Nidwalden ein. Abwechslungsweise mit Gemeinden in Obwalden hat sich die Durchführung in Stansstad als idealer Feststandort bewährt. Rund ums stattliche Sust-Gebäude präsentierte sich auch dieses Mal ein ansprechender Säumermarkt mit attraktiven Angeboten. Stimmungsvolle Unterhaltung mit Gesang und Musik im Festzelt und ein vielfältiges kulinarisches Angebot machten das Fest auch dieses Mal zu einem Saison-Höhepunkt.

Zum dritten Mal mit Pferd aus Basel unterwegs

Beliebter Anziehungs- und Treffpunkt war wiederum der Standort der Saumtiere. Pferde, Esel, Maultiere, ihre Halter und Betreuer standen fortwährend im Blickfeld des Publikums. Schon bei der frühmorgendlichen Ankunft am ersten Tag wurden die tierischen Gäste herzlich empfangen. Aus allen Landesgegenden der Schweiz und gar aus Österreich waren die Tierhalter nach Stansstad gereist. Für sie begann nun die Arbeit, das Tier bestmöglich einzurichten, galt es doch für sie, fast zwei Tage auf den Tourstart zu warten. Zeit für die Besitzer und Betreuer, Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen und den Besuchern Rede und Antwort zu stehen. So verrät etwa der 26-jährige Simon Ming, zurzeit wohnhaft in St. Niklausen, dass er zum dritten Mal mit dem Pferd Kischa eines Baslers Pferdehalters nach Italien wandert. Walter und Bernadette Muheim aus Müselbach SG werden mit ihrem Haflinger Mirwana das besondere Abenteuer erstmals erleben. Mit der Freibergerstute Samanta war Urs Roggo aus Solothurn bei den Vorbereitungen zu beobachten. Sein Pferd kam direkt vom Alpaufenthalt auf der Lenzerheide. Es sei wie er konditionell gut in Form, verriet er humorvoll. Eine Gruppe aus Kerns nutzte die Strecke nach Stansstad als Einlauftour. Am Sonntag gegen 15 Uhr war es so weit: Tourleiter Daniel Flühler gab das Zeichen zum Aufbruch. 13 Pferde, 8 Esel, 1 Maultier und 48 Wanderer zogen los zum ersten Etappenort Engelberg, begleitet von 30 Betreuern und Helfern und Flühlers Motto: «Viel Glück auf Weg und Steg und Genuss in und mit der Natur.»

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