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STANSSTAD: Sie jagen Schneewittchen in den Himmel

Auch heuer steigt ein Feuerwerk vor der Harissenbucht. Zu verdanken ist dieses pyrotechnische Kunstwerk einigen privaten 1.-August-Fans.
Florian Holzapfel (links) und Michel Stalder bereiten alles für das grosse 1.-August-Feuerwerk vor. (Bild Matthias Piazza)

Florian Holzapfel (links) und Michel Stalder bereiten alles für das grosse 1.-August-Feuerwerk vor. (Bild Matthias Piazza)

Matthias Piazza

Mit einem Bötchen, das Platz für gerade mal zwei Personen bietet, gehts vom Ufer hinaus auf den Ponton. Die Ladung auf dieser schwimmenden Plattform beim Stansstader Rotzloch ist im wahrsten Sinne hochexplosiv. Fast zwei Tonnen Feuerwerksmaterial steht hier bereit. Die röhrenförmigen «Bomben» sind etwa angeschrieben mit «Schneewittchen» oder «Königsbomben».

Es sind die Namen der Figuren dieses halbstündigen Feuerwerks, das am 1. August vor der Harissenbucht gezündet wird. Die Zuschauer dürfen sich freuen auf ein reichhaltiges Bouquet. «Wir warten mit vielen Effekten auf, darunter auch unterschiedliche Palmen-Formen – untermalt mit passender Musik», verspricht Damian Vincenz. Der professionelle Feuerwerker aus dem Kanton Baselland ist mit seinen zwei Gehilfen Michel Stalder und Florian Holzapfel schon seit zweieinhalb Wochen mit dem Aufbau des pyrotechnischen Kunstwerks beschäftigt. «Auch wenn es nach einem Durcheinander aussieht, ist alles systematisch geordnet», hält er fest. Hinter einer halben Stunde Feuerwerk steckt viel Arbeit. Die Röhren müssen zusammengestellt und bestückt werden. In den letzten zwei Tagen wird das Ganze nach einem genauen Plan verdrahtet, damit die Feuerwerkskörper zur richtigen Zeit und in der richtigen Reihenfolge zünden. Aus Sicherheitsgründen wird das Feuerwerk im Rotzloch auf dem See vorbereitet, in sicherer Entfernung zu Passanten. Erst am Samstag wird dann der Ponton vor die Harissenbucht verlegt.

Gewaltige Kräfte stecken dahinter

Nicht nur das Ergebnis fasziniert die Feuerwerker, sondern auch die gewaltigen Kräfte, die dahinterstecken. Sicherheit steht bei dieser Tätigkeit natürlich an erster Stelle. «Man muss den Kopf schon beieinanderhaben, darf keine Feuerwerkskörper fallen lassen», meint Damian Vincenz. Eine untergeordnete Rolle spiele hingegen das Wetter. «Schönes Wetter ist zwar toll, aber etwas mühsam zum Arbeiten, wenn es heiss ist. Wind hat zum Vorteil, dass sich der Rauch schneller verzieht.» Nur bei sehr starkem Wind sei das Abfeuern von Feuerwerken verboten, was aber in der Schweiz kaum vorkomme.

Dahinter stehen Private

Bereits zum zweiten Mal wird das 1.-August-Feuerwerk vor der Harissenbucht aus durchgeführt – entstanden aus privater Initiative. «Wie viele Schweizer feiere ich den 1. August gerne mit Raketen, bei mir wurde das Feuerwerk eben jedes Jahr etwas grösser», meint Walter Bucher, der zusammen mit seinem Bruder im vergangenen Jahr dieses Feuerwerk im grossen Stil ins Leben rief und das Ganze in die Hände von Damian Vincenz und seinen Profis legte. Die Idee sei bei den Sponsoren sofort auf offene Ohren gestossen. «So können wir auch heuer das Feuerwerk ohne Beiträge der öffentlichen Hand durchführen», freut sich Bucher, der selber in der Harissen wohnt. Genaue Beträge will er nicht nennen. Aber weil Damian Vincenz nicht hauptberuflich Feuerwerke zusammenstellt, seien die Kosten immerhin nicht so hoch wie bei einer professionellen Feuerwerksfirma.

Zu bestaunen ist das rund 400 Meter hohe Feuerwerk von weither. Wegen des Abstandes von 400 Metern zum Seeufer müsse das Feuerwerk auch nicht wegen der zurzeit herrschenden Trockenheit abgesagt werden. «Es ist von der ganzen Region aus zu sehen – von Meggen über Luzern, Horw, Hergiswil, Stansstad, Kehrsiten bis nach Fürigen.» Er empfiehlt als optimalen ­Beobachtungsstandort den General-Guisan-Quai, wo beim letztjährigen Feuerwerk rund 300 Zuschauer gezählt worden seien. Auch der Bereich Baumgarten in Hergiswil oder Fürigen-Bürgenstock eigne sich. Das Feuerwerk startet um 22.30 Uhr.

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