STANSSTAD: Solaranlage: Warten auf Erlaubnis des Bundes

Die Gemeinde will dem Namen «Energiestadt» gerecht werden. Das Projekt einer Solaranlage auf dem Dach der Autobahn ist nach wie vor aktuell. Doch noch sind viele Fragen offen.

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Gemeinderat René Küchler vor dem Autobahndach der A 2, auf dem eine Solaranlage zur Versorgung von etwa 50 Haushaltungen installiert werden könnte. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 10. Mai 2016))

Gemeinderat René Küchler vor dem Autobahndach der A 2, auf dem eine Solaranlage zur Versorgung von etwa 50 Haushaltungen installiert werden könnte. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 10. Mai 2016))

Das Projekt für den Bau einer Solaranlage auf dem Autobahndach bei Stansstad ist nach wie vor aktuell. Zur Erinnerung: Nach dem Nein des Elektrizitätswerkes Nidwalden (EWN) zu einem entsprechenden Projekt wollte die «Energiestadt» Stansstad nicht aufgeben. Die Idee ist, auf einer Länge von 400 Metern und einer Breite von 40 Metern auf dem Autobahndach Solarpanels zu errichten. Diese sollen jährlich etwa 195 000 Kilowattstunden liefern, womit man etwa 50 Haushaltungen mit Strom versorgen könnte.

Im Mai berichtete der Stansstader Gemeinderat René Küchler, dass man im Gespräch mit einem potenziellen Investor sei. Seither hörte man nichts mehr vom Projekt. Doch gestorben ist es ganz und gar nicht, wie die Nachfrage bei René Küchler zeigt. «Die Solaranlage ist nach wie vor aktuell, der potenzielle Investor ist immer noch interessiert.» Dass es seine Zeit brauche, habe vor allem mit den Abhängigkeiten von verschiedenen involvierten Stellen zu tun. Das Bundesamt für Strassen (Astra) als Grundeigentümerin beispielsweise setze verständlicherweise den Fokus primär auf andere Dinge als auf eine Solaranlage auf dem Dach einer bestehenden Autobahn. «Wir müssen also noch auf die grundsätzliche Freigabe durch das Astra warten, bevor wir überhaupt weitermachen können. Diese wurde uns eigentlich auf dieses Jahresende hin angekündigt», sagt René Küchler.

Welche Rolle soll die Gemeinde spielen?

Die Freigabe durch das Astra würde auch die Bedingungen klar definieren, unter welchen die Fläche zur Verfügung stehen würde. Erst dann kann die konkrete Realisierung ins Auge gefasst werden und der finanzielle Rahmen abgesteckt werden. «Geklärt werden muss auch die Frage, welche Rolle die öffentliche Hand, also die Gemeinde, spielen soll», sagt René Küchler. Es gäbe verschiedene Modelle, die denkbar wären: zum Beispiel die Gründung einer Genossenschaft mit Beteiligung der Gemeinde. Oder Private bauen die Solaranlage, und die Gemeinde schliesst mit ihnen eine Abnahmeverpflichtung ab.

Philipp Unterschütz