STANSSTAD: Stansstader Schutzwaldprojekt ist genehmigt

Der Nidwaldner Regierungsrat hat das Schutzwaldprojekt Stansstad genehmigt und den Waldbesitzern bis 2011 Beiträge in der Höhe von 357'000 Franken zugesichert.

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(Symbolbild Dominik Buholzer/Neue NZ)

(Symbolbild Dominik Buholzer/Neue NZ)

Der Regierungsrat des Kantons Nidwalden hat das Schutzwaldprojekt Stansstad genehmigt und Beiträge zur Deckung der Kosten zugesichert. Für die Massnahmen der 1. Priorität (bis 2011) werden Kosten
von 450'000 Franken und Beiträge von 357'000 Franken veranschlagt, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Nidwalden.

Die Projektträgerschaft ist von der Ürtekorporation Stansstad übernommen worden, der rund 75 Prozent der Schutzwälder gehören. Zudem sind weitere 43 Waldeigentümer dem Projekt angeschlossen.

60 Prozent des Waldes ist Schutzwald
23 Prozent des Gemeindegebietes von Stansstad sind bewaldet. 240 Hektaren oder rund 60 Prozent gelten als Schutzwald. Dieser Schutzwald liegt zum grössten Teil oberhalb des Siedlungsgebietes und von Strassen.

Zum Schutzwaldprojekt Stansstad gehören die steilen Hangpartien im Gebiet Untere Säge, dem Diesslibach entlang, den Kantonsstrassen entlang von Stansstad nach Fürigen und Kehrsiten und der Wald oberhalb der Lopperstrasse vom Delliegg bis zum Acheregg. Auch der Klosterwald oberhalb der Rotzlochstrasse ist Schutzwald.

Teure und gefährliche Holzschlagarbeiten
Das Projekt sieht vor allem Holzschläge vor, bei denen instabile Bäume entfernt werden. Mit der Pflege von Jungwald sollen Voraussetzungen für einen stabilen Waldaufbau geschaffen werden. Die Arbeiten müssen meist an exponierten Lagen ausgeführt werden und sind daher anspruchsvoll und gefährlich. Sie können darum nur von ausgebildetem Forstpersonal ausgeführt werden.

Alleine mit dem Holzerlös sind die Holzerei- und Waldpflegearbeiten nicht zu decken, schreibt die Staatskanzlei. Weil der Schutz vor Naturgefahren von öffentlichem Interesse ist und die Schutzwaldpflege eine gute Massnahme darstelle, helfen Bund und Kanton den Waldeigentümern, die Kosten zu decken.

ana