STANSSTAD: Wegen Bürgenstock-Resort: Kehrsitenstrasse wird zur Baustelle

Autofahrer müssen bis April Einschränkungen auf der Kehrsitenstrasse in Kauf nehmen. Zwischen der Turnhalle und der Talstation der Fürigen-Bahn werden die Werkleitungen erneuert.

Matthias Piazza
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Bis Anfang April müssen die Autofahrer auf der Kehrsitenstrasse (Bild) wegen Bauarbeiten bis zur Talstation der Fürigen-Bahn mehr Zeit einrechnen. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 25. Januar 2017))

Bis Anfang April müssen die Autofahrer auf der Kehrsitenstrasse (Bild) wegen Bauarbeiten bis zur Talstation der Fürigen-Bahn mehr Zeit einrechnen. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 25. Januar 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Wer mit dem Auto nach Kehrsiten oder zur Harissenbucht will, muss in den nächsten Wochen mehr Zeit einrechnen. Bis Anfang April ist die Kehrsitenstrasse bis zur Talstation der Fürigen-Bahn nicht durchgehend im Gegenverkehr befahrbar. Lichtsignalanlagen regeln den Verkehr, der teilweise auch über die Parkplätze am General-Guisan-Quai geführt wird. Keine Einschränkungen gibts für Velos, Kinderwagen und Fussgänger, wie die Gemeinde Stansstad im Amtsblatt vom 18. Januar schreibt.

Grund für die Verkehrsbehinderungen sind die Bauarbeiten im Untergrund. Für rund 2,9 Millionen Franken werden auf einer Länge von 3,4 Kilometern die Abwasserleitungen je nach Abschnitt saniert oder gar durch grössere Durchmesser ersetzt.

Grössere Leitungen wegen Bürgenstock-Resort

Nötig wird diese Kapazitätserweiterung hauptsächlich wegen des Bürgenstock-Resorts, das diesen Sommer eröffnet wird. Jenes Schmutzwasser wird über Obbürgen, Fürigen und die Harissenbucht nach Stansstad geleitet. Im ersten Abschnitt wird nun auf einer Länge von 540 Metern ein grösseres Rohr eingebaut, wo möglich leicht versetzt. «So können wir die Leitung trocken, das heisst in Ruhe verlegen, während die alte Leitung in Betrieb bleibt», erklärt der Stansstader Gemeinderat René Küchler. Als Besonderheit an diesem Abschnitt erwähnt er das geringe Gefälle. So müsse man die Leitungen von Schacht zu Schacht verlegen.

Noch vor Weihnachten wurde der rund 400 Meter lange Abschnitt bei Fürigen in Angriff genommen und dabei der Leitungsdurchmesser von 20 auf 32 Zentimeter erhöht. Wegen der vielen Werkleitungen und privaten Parzellen fliesst das Abwasser aber künftig hauptsächlich entlang der Bürgenstockstrasse und nicht mehr durchs Mettlenquartier. Noch unklar ist, ob die Kanalisationsleitung entlang der Fürigenbahn ebenfalls ersetzt werden muss.

Das dritte Los umfasst Arbeiten an der Bürgenstockstrasse im Ortsteil Obbürgen und den Ausbau der Kanalisation im Wiesland bis zum Bürgenstock-Resort. «Die über 20-jährige Kanalisationsleitung genügt in ihrer Kapazität nicht oder nur noch knapp», erläutert René Küchler. Darum wird auch auf diesem 2,5 Kilometer langen Abschnitt der Leitungsquerschnitt vergrössert – von 23 auf 35,5 Zentimeter.

Hoffen auf einen trockenen Frühling

Das Elektrizitätswerk Nidwalden erneuert bei dieser Gelegenheit Rohre und Schachtabdeckungen. Küchler rechnet damit, dass die Arbeiten im Wiesland Ende März beendet sein werden, um das landwirtschaftlich genutzte Land schnellstmöglich den Grundeigentümern zurückzugeben. «Die Bauleitung ist guter Dinge und hofft auf einen trockenen Frühling, damit die Arbeiten wie versprochen beendet werden können.» Mit diesem Kapazitätsausbau soll eine problemlose Ableitung der definierten Wassermenge von 35 Litern pro Sekunde vom Bürgenstock-Resort garantiert werden. Die Bürger der Standortgemeinden Stansstad und Ennetbürgen haben für die Erneuerung der Abwasserleitungen im November 2015 an ihren Gemeindeversammlungen je einen Anteil von 1,5 Millionen Franken bewilligt.