Stansstad/Engelberg
Besser spät als nie: Diese Jubiläumsfeste sollen dieses Jahr gefeiert werden

Wenn die verschobenen Anlässe zu den Jubiläen des Klosters Engelberg und der Gemeinde Stansstad nicht 2021 nachgeholt werden können, werden sie nie stattfinden.

Philipp Unterschütz
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Das Logo des Jubiläums sollte 2020 zahlreiche Veranstaltungen in Stansstad begleiten. Daraus wurde nichts.

Das Logo des Jubiläums sollte 2020 zahlreiche Veranstaltungen in Stansstad begleiten. Daraus wurde nichts.

Bild: Edi Ettlin (Stansstad, 2. Januar 2020)

900 Jahre Koster Engelberg, 600 Jahre Stansstad – das Jahr 2020 hätte zum Jubeljahr werden sollen. Doch Corona trübte die Festlaune gehörig, vieles durfte nicht stattfinden. In Engelberg konnte man rund einen Drittel der geplanten Anlässe durchführen, die restlichen mussten verschoben werden. Und auch in Stansstad hatte man sich zumeist vergebens gefreut.

Doch dieses Jahr möchte man die ausgefallenen Anlässe so weit als möglich nachholen. In Stansstad hat das Organisationskomitee des Jubiläumsjahrs Mitte Januar beschlossen, die Entwicklung bei der Pandemie abzuwarten und Anfang März zu entscheiden, wie es weitergeht. «Im Extremfall könnte das bedeuten, dass alle restlichen Veranstaltungen ab diesem Zeitpunkt im Jahr 2021 abgesagt werden. Das wäre das bedauerliche Ende von ‹600 Jahre Stansstad›, denn 2022 werden mit Sicherheit keine Events mehr unter dem Label des Jubiläums durchgeführt», sagt Rafael Schneuwly vom OK. Man hoffe aber sehr, dass ab März alle oder mindestens einige Anlässe durchgeführt werden könnten.

Flexibles Informationsmodell in Stansstad

Klar ist in Stansstad im Moment erst, dass die Fotoausstellung «Stansstad im Gegenlicht» im Februar nicht wie geplant in der Sust stattfinden kann, sondern virtuell durchgeführt wird. Vom 18. bis 25. März werden alle eingereichten Arbeiten im Dorfzentrum in einem Endlosdurchlauf der Bevölkerung präsentiert. Die Namen der Gewinner werden auf der Website der Gemeinde publiziert.

Das Stansstader OK hat sich für ein flexibles Informationsmodell entschieden. Die Bevölkerung bekomme kein gedrucktes Leporello, sondern werde via Website der Gemeinde über die Absage oder die Durchführung eines Events orientiert, erklärt Rafael Schneuwly. «Es ist logisch, dass man bei grossen Anlässen wie der Open-Air-Frühjahrsgemeindeversammlung im Mai, der Bundesfeier vom 31. Juli oder dem Dorffest mit Open-Air-Kino und -Konzerten im September früher entscheiden muss als zum Beispiel bei der Dorfführung des Historischen Vereins Nidwalden Ende März.»

In Engelberg sind schon viele Anlässe neu terminiert

Laut Beat Christen, der in Engelberg für Organisation und Koordination der Jubiläumsanlässe zuständig ist, hat man «mit den Partnergemeinden vereinbart, dass eine weitere Verschiebung nicht in Frage kommt». 2020 verschobene Veranstaltungen sollen aber, wenn immer möglich, eins zu eins nachgeholt werden. «Einzig die Konzerte im Rahmen vom ‹Orgelsommer› müssen wir neu planen, da ja die letztjährigen Konzerte stattfinden konnten», sagt Christen. Man sei aber auf Kurs. «Die grösste Orgel der Schweiz wird im Juli und August wieder Schauplatz von aussergewöhnlichen Konzerten sein.»

Neben den Konzerten des Orgelsommers ist von den Engelberger Anlässen auch bereits die Vortragsreihe im Herrenhaus Grafenort terminiert. Ebenso die «Begegnungstage» in den verschiedenen Partnergemeinden, und auch die Ausstellungen in Stallikon und Stansstad haben ihre festen Daten, ebenso die Kulturveranstaltung «Blaue Stunde» in Kerns. Und der grosse Jubiläumsanlass in Engelberg soll am 31. Juli und 1. August, wie im letzten Jahr geplant, stattfinden.

Und geht es nach den Organisatoren und den Vereinen, dann soll und darf man sich freuen. «Zum Glück leben wir in einer positiv denkenden Gemeinde, die man nicht speziell für die Weiterführung des Jubiläums motivieren muss», meint Rafael Schneuwly. «Einige Vereine überlegen sich zum Beispiel auch, ihre Anlässe als Plan B per Stream der Bevölkerung zu präsentieren.» Auch bei Beat Christen «ist das Glas grundsätzlich immer halb voll». Weil bei praktisch sämtlichen abgesagten Veranstaltungen und Ausstellungen die Organisation bis auf ein paar Kleinigkeiten stand, könne man dieses Jahr auf diese Vorarbeiten zurückgreifen. Christen: «Das ist sehr hilfreich und bringt auch eine gewisse Gelassenheit mit sich. Wir bleiben optimistisch, dass wir noch einige schöne Anlässe erleben dürfen.»