STANSSTAD/ENNETBÜRGEN: Samba, Farbe, Schnee

In Stansstad zogen am Samstag die Kleinen und in Ennetbürgen gestern die Grossen durch die Strassen.

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Diese zwei afrikanischen Umzugsteilnehmer versuchten wie schon in Stans auch in Ennetbürgen alles Mögliche an den Mann und die Frau zu bringen. (Bild Richard Greuter/Neue NZ)

Diese zwei afrikanischen Umzugsteilnehmer versuchten wie schon in Stans auch in Ennetbürgen alles Mögliche an den Mann und die Frau zu bringen. (Bild Richard Greuter/Neue NZ)

Die Fasnachtszunft Ennetbürgen scheint einen Pakt mit dem Wettergott abgeschlossen zu haben. Unmittelbar vor dem Umzug (Motto Samba) hörte der starke Schneefall auf, und die zahlreichen Zuschauer aus der gesamten Region erlebten einen farbenfrohen Fasnachtsumzug mit 14 Guuggen und 35 Nummern mit fantasievollen Sujets und einigen Einzelmasken.

Bereits an seiner Inthronisation wünschte sich Zunftmeister Franz der I. für die Fasnachtszeit Samba. Dies bekam er gestern reichlich. So taufte sich der Samariterverein kurzerhand um in Sambariter. Das einheimische Gewerbe liess zum ersten Ennetbürger Verkehrskreisel einige hübsche Damen Samba tanzen. Allerdings musste der Zunftmeister Franz den Samba ohne Ehefrau Gaby geniessen, die wegen einer Grippe das Bett hüten musste.

Auch andere Themen waren zu bestaunen. «Uf eysem See, ja chuim zum glaibä, sind d?Pirate am Bootli raibe», meinten die Skiklub-Mitglieder, die als Piraten auftraten. Die Feuerwehr baute am Hotel Honegg und die Ennetbürger Tambouren erstellten ein Gefängnis.

Stansstader pflegen Nachwuchs
Nicht bloss mit kakofonischen Tönen ist die Stansstader Guuggemusig Hüdä Hädä für Fasnachtsstimmung besorgt. Sie bemüht sich auch intensiv um Nachwuchs. Dafür organisiert sie seit Jahren am Fasnachtssamstag einen farbenprächtigen Umzug. Zum Motto «Mittelalter» liefen eher wenige Fasnächtler mit, umso mehr gaben die Organisatoren und die Gastguuggen Grindä Binder aus Buochs und Ribi-Häxä aus Dallenwil den Tarif durch. Mit von der Partie war auch das Chriesipaar aus Kehrsiten, Ruedi I. und Anita.

Richtig los ging die grosse Party beim stimmungsvollen Kinderball in der Mehrzweckhalle. Hier lud das OK zu Spiel und Spass. König Arthur, so das Motto des Kinderballs, lud die kleinen Prinzessinnen, Piraten, Zwerge, Köche, Krieger und all die anderen zum Tanze, zur Polonaise und einem Besuch an der Sirupbar.

Richard Greuter und Rosmarie Berlinger