Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Stansstader Polytrona nutzt künftig Solarstrom

Die Polytrona AG aus Stansstad baut eine grosse Solaranlage. Das sei nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoll.
Martin Uebelhart
Heinz Urech setzt mit seiner Firma neu auf Sonnenenergie. (Bild: Corinne Glanzmann, Stansstad, 16. Oktober 2019)

Heinz Urech setzt mit seiner Firma neu auf Sonnenenergie. (Bild: Corinne Glanzmann, Stansstad, 16. Oktober 2019)

Derzeit entsteht auf dem Dach des Betriebsgebäudes der Polytrona AG in der Gewerbezone Ausserfeld in Stansstad eine Fotovoltaikanlage. «Sie erstreckt sich über 420 Quadratmeter», sagt Polytrona-Geschäftsführer Heinz Urech. Wirtschaftliche und ökologische Gründe seien ausschlaggebend gewesen für den Entscheid, eine solche Anlage zu bauen. Wirtschaftlich gesehen rechneten sich die Solarpanels für die Polytrona: «Laut Berechnungen mit dem heutigen Strompreis können wir die Solaranlage innert fünf Jahren amortisieren.»

Ein weiterer Aspekt sei, dass man sich mit den erneuerbaren Energien auseinandersetzen müsse und sie auch nutzen sollte. «Wir haben das ganze Jahr über Sonne auf dem Dach und es gibt keinen Schattenwurf.» Windkraft wäre zwar noch besser, findet Urech. Doch bräuchte seine Firma den Strom hauptsächlich während des Tages.

Die Anlage hat eine Leistung von 67 Kilowatt «Peak» – die maximale Leistung, welche die Anlage unter genormten Bedingungen abgibt. Übers Jahr soll die Anlage 65000 Kilowattstunden Strom liefern. «Wir haben insgesamt einen Stromverbrauch von knapp 400000 Kilowattstunden», hält Urech fest. Die Firma werde daher praktisch den ganzen Sonnenstrom selber brauchen. Ein allfälliger Überschuss wird ins Netz des Elektrizitätswerks Nidwalden (EWN) eingespeist.

Diesem und allen weiteren Beteiligten windet er ein Kränzchen: «Ich war sehr positiv überrascht, wie schnell alles abgewickelt werden konnte.» Eine eigentliche Baubewilligung brauche es für diese Art von Anlage nicht, doch habe er sie anmelden müssen. «Innert eines knappen Monats hatte ich alles Notwendige beisammen.» Inklusive der Bewilligungen des Eidgenössischen Starkstrominspektorats und des EWN.

Anlage soll im kommenden Monat Strom liefern

Knapp 100000 Franken investiert die Polytrona in die Anlage mit 208 Fotovoltaik-Modulen. «22 Prozent davon erhalten wir vom Bund im Rahmen der Einmalvergütung der Solaranlagen wieder zurück», so Urech. Für die Anlage werden Betonträger auf das Flachdach gestellt, an welche die Paneele geschraubt werden. Urech rechnet mit einer Bauzeit von zweieinhalb Wochen. «Wir gehen davon aus, dass wir im November das erste Mal Solarstrom beziehen können.» Errichtet wird die Anlage von der in Stansstad ansässigen Helio Swiss GmbH. «Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Aufbau der Anlage einheimische Firmen zum Zug kommen.»

Die Polytrona AG beschäftigt 38 Personen und 3 Lehrlinge. Sie ist in den Bereichen Herstellung und Bestückung von Leiterplatten sowie Apparatebau tätig. Der Kundenstamm umfasst regionale Firmen wie die Pilatus-Flugzeugwerke oder Leister, aber auch Grosskonzerne wie ABB oder Siemens.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.