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STANS/SÜDAFRIKA: Lebensfreude dient als Beispiel

Das Erdbeben in Nepal hat ein Stanser Ehepaar unbeschadet überstanden. Mit Spenden haben sie den Wiederaufbau eines zerstörten Dorfes ermöglicht.
Die Reisenomaden Ruth und Walter Odermatt aus Stans vor dem Taj Mahal in Agra in Indien Ende September 2015. (Bild: PD)

Die Reisenomaden Ruth und Walter Odermatt aus Stans vor dem Taj Mahal in Agra in Indien Ende September 2015. (Bild: PD)

Philipp Unterschütz

Seit 22 Monaten sind sie in der Welt unterwegs, über 51 000 Kilometer haben sie in ihrem Wohnmobil zurückgelegt. Ende April war ihnen aber nicht nur das Reiseglück, sondern auch ihr Schutzengel hold. Das Stanser Ehepaar Ruth und Walter Odermatt war mittendrin und überstand doch unbeschadet das verheerende Erdbeben in Nepal. Bei einem kurzen Reiseunterbruch in der Schweiz berichteten sie damals in unserer Zeitung über das Erlebnis und die Folgen in Nepal. Und die Betroffenheit war gross. Als sie wenige Wochen später ihre Reise fortsetzten, hatten sie auch über 7000 Dollar von hiesigen Spendern dabei. Geld, mit welchem sie Betroffene direkt unterstützen sollten.

Jeder Rappen ist angekommen

Sie entschieden sich, ein zerstörtes Dorf in den Bergen bei Kathmandu mit acht Familien zu unterstützen. Man vereinbarte eine tranchenweise Auszahlung des Geldes, je nach Fortschritt. Und das Konzept ging auf, das Dorf ist wieder aufgebaut, wie uns Ruth und Walter Odermatt in einem Mail mitteilten. «Einen Monat nachdem wir die erste Tranche ausbezahlt hatten und bereits weitergereist waren, hatten die Dorfbewohner dank der ersten Soforthilfe Baumaterial wie Beton, Sand und Wellblech kaufen können. Auf den Fotos konnte man erkennen, dass mit dem Bau schon begonnen wurde. Darauf gaben wir das Okay für die Auszahlung der zweiten Tranche. Wieder einen Monat später konnten wir auf Fotos feststellen, dass die Arbeiten zügig vorangegangen waren, und wir veranlassten die Zahlung der letzten Tranche.»

Patenschaft für zwei Kinder

Zusätzlich haben die beiden Reisenomaden die Patenschaft für zwei tibetische Flüchtlingskinder übernommen. Ihre Schule wurde beim Erdbeben so stark beschädigt, dass die Kinder nun in behelfsmässigen Hütten und Zelten unterrichtet werden müssen. «Sie strahlen aber eine Lebensfreude aus, die uns allen als Beispiel dienen sollte. Die Unterstützung wird mit ihrem strahlenden Lächeln mehr als tausendfach zurückbezahlt», schreibt das Ehepaar, das sich vom Fortschritt bereits überzeugen konnte. «Bildung ist der beste Weg, um ein besseres Leben anzustreben.»

Sucht nicht nach Hindernissen

Mittlerweile haben Ruth und Walter Odermatt auch Indien bereist. Nun sind sie für drei Monate in Südafrika unterwegs. Den Sommer wollen sie in der Schweiz verbringen und dann im Herbst die Reise von Namibia aus fortsetzen. «Welche Route wir einschlagen, steht noch nicht fest. Mit Spannung fiebern wir jetzt der nächsten Etappe entgegen, denn auch nach so langer Zeit ist kein Tag vorhersehbar. Jeder Tag ist wie eine Wundertüte. Und beste Wünsche für ein erfülltes neues Jahr gehen auch an alle Leser: «Packt jede Gelegenheit für ein interessantes Leben am Schopf und sucht nicht nach Hindernissen, denn vielleicht sind gar keine da.»

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