Steuer abschaffen soll Baukosten senken

Zum Wohnen ist Nidwalden ein teures Pflaster. Der Hauseigentümerverband will das ändern und die Handänderungssteuer abschaffen.

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(Symbolbild Keystone)

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Die durchschnittliche Bruttomiete respektive Wohnkosten für Mieter oder Eigentümer betragen in Nidwalden laut Bundesamt für Statistik 1479 Franken pro Monat. Damit ist der Kanton hinter Zug (1660 Franken) der zweitteuerste der Schweiz. Der Hauseigentümerverband Nidwalden (HEV NW) will nun Gegensteuer geben. An seiner von rund 110 Personen besuchten Versammlung vom vergangenen Dienstag wurde das Thema anhand einer Diplomarbeit breit diskutiert und eine erste Massnahme beschlossen: Die Handänderungssteuer soll abgeschafft werden.

Über 10'000 Franken Gebühren
Die Handänderungssteuer beträgt ein Prozent des Kaufpreises und muss dem Kanton abgeliefert werden. Pro Jahr nimmt er dadurch etwa drei bis vier Millionen Franken ein. Ein Beispiel: Herr Meier will eine Wohnung für 650'000 Franken kaufen. Dazu nimmt er einen Kredit von 520'000 Franken auf und errichtet entsprechende Schuldbriefe. In Nidwalden muss Meier dem Kanton nun Grundstücktransaktionskosten von 10'210 Franken zahlen (6500 Franken Handänderungssteuer plus damit zusammenhängende Gebühren). Das ist in der Zentralschweiz hinter Luzern (14'990 Franken) und Obwalden (13'975 Franken) der dritthöchste Satz. Günstiger kommen Landbesitzer in Uri (5130 Franken) und Schwyz (1280 Franken) davon. Diese Kantone verlangen keine Handänderungssteuer.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.