STEUERN: Unternehmen sollen Kirchen mitfinanzieren

Im Kanton Nidwalden sollen Unternehmen weiterhin einen Teil ihres Gewinnes an die Landeskirchen abgeben müssen. Der Regierungsrat lehnt eine Initiative der Jungparteien von FDP und SVP ab.

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Die St. Jost Kapelle in Ennetbürgen. (Archivbild Neue NZ)

Die St. Jost Kapelle in Ennetbürgen. (Archivbild Neue NZ)

Für die Initianten ist die heutige Praxis unlogisch und unfair. Ein Unternehmen könne nicht glauben. Nicht- und andersgläubige Unternehmer würden gezwungen, Beiträge an die katholische und reformierte Landeskirche zu zahlen. Zudem habe der Staat die sozialen Aufgaben, die die Kirchen früher leisteten, übernommen.

Der Regierungsrat dagegen hält in einer Mitteilung vom Mittwoch fest, dass die Kirchensteuer für juristische Personen logisch, fair und nötig sei. 80 Prozent der Bevölkerung gehörten einer Landeskirche an. Deren Leistungen für die Allgemeinheit sei ausgewiesen.

Der Regierungsrat weist zudem darauf hin, dass 18 der 26 Kantone eine Kirchensteuer für juristische Personen erhebe. Diese Steuer sei kein Standortnachteil. Mit rund 0,7 Prozent werde der steuerbare Reingewinn der Unternehmen zudem nur marginal belastet.

Der Regierungsrat fürchtet, dass bei einem Wegfall dieser Steuereinnahmen die Kirchen einschneidende Kürzungen vornehmen müssten. Er empfiehlt deshalb dem Landrat, die Initiative abzulehnen. (sda)