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Stipendien: Nidwalden gibt Punktsystem auf

Wer nach welchen Kriterien Stipendien erhält, wird im Kanton neu geregelt. Das Gesetz dazu soll nach den Sommerferien im Landrat diskutiert werden.
Der Kanton regelt die Stipendien neu. Unser Bild zeigt das Zentralfest des Schweizerischen Studentenvereins in Engelberg. (Bild: Dani Lüthi, 2. September 2018)

Der Kanton regelt die Stipendien neu. Unser Bild zeigt das Zentralfest des Schweizerischen Studentenvereins in Engelberg. (Bild: Dani Lüthi, 2. September 2018)

(pd/mvr) Die Ausbildungsbeiträge an Studierende sollen sich im Kanton Nidwalden künftig nach den Vorgaben des schweizerischen Stipendienkonkordats richten. Die entsprechende Vorlage sei in der Vernehmlassung durchwegs auf Zustimmung gestossen, schreibt die Staatskanzlei in einer Mitteilung. Die Vernehmlassung war Mitte Januar gestartet worden. Die Revision dränge sich auf angesichts der Entwicklungen in der Bildungslandschaft sowie auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und sozialer Ebene seit Bestehen der inzwischen fast 20-jährigen Gesetzgebung.

In erster Linie gehe es um eine schweizerische Anpassung. Zentrale Revisionspunkte betreffen insbesondere das Berechnungssystem, die Kriterien für die Ausrichtung von Darlehen sowie die formale Ausgestaltung des Gesetzes. So wird das heutige Punktesystem für Stipendien durch ein Fehlbetragssystem abgelöst. Bei diesem werden die Kosten der Ausbildung den finanziellen Mitteln der Studierenden und deren Eltern gegenübergestellt. Dieses Modell werde heute in praktisch allen Kantonen angewendet.

Maximal 16'000 Franken pro Person

Die breite Zustimmung gelte insbesondere der Orientierung an den Nachbarkantonen sowie den maximal auszurichtenden Beiträgen von 12'000 Franken (Sekundarstufe II) beziehungsweise 16'000 Franken (Tertiärstufe) pro Person. Das revidierte Gesetz soll nach den Sommerferien im Landrat beraten werden und auf Anfang 2020 in Kraft treten.

In Nidwalden schwankte in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Beitragsgesuche zwischen 230 und 340, wobei jeweils rund zwei Drittel der Antragssteller Beiträge erhielten. Dem Kanton entstanden so jährliche Ausgaben zwischen 0,8 und 1 Million Franken. Die Stipendienbeträge sind laut Staatskanzlei mittlerweile rückläufig, seit 2012 um rund 20 Prozent.

Angesichts gewisser Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Systemwechsel sowie der Schwankungen im letzten Jahrzehnt sei es trotz breit angelegter Musterberechnungen «nur bedingt möglich, die finanziellen Auswirkungen genau vorauszusagen». Der Regierungsrat wolle daher rund drei Jahre nach Inkraftsetzung des neuen Stipendiengesetzes eine Evaluation und allfällige Korrekturen vornehmen.

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