STRAFUNTERSUCHUNGSBEHÖRDEN: Jetzt schlägt das Verhöramt Alarm

Immer mehr Fälle, zu wenig Personal: Die Strafuntersuchungsbehörden in Nidwalden sind am Anschlag. Und reagieren.

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Alexandre Vonwil, Verhörrichter im Kanton Nidwalden, mit vielen Akten. (Bild Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Alexandre Vonwil, Verhörrichter im Kanton Nidwalden, mit vielen Akten. (Bild Eveline Beerkircher/Neue LZ)

In der Kanzlei des Nidwaldner Verhöramtes stapeln sich die Akten. Nur schon das Erfassen der neuen Fälle verursacht für die Mitarbeiter enorme Arbeit. Denn es sind immer mehr Fälle, die auf dem Tisch des Verhöramtes landen. 2007 waren es knapp 2800 neue Fälle. Im laufenden Jahr sind es bereits auch wieder knapp 5000, und man geht von über 7000 Fällen bis Ende 2010 aus. Dies bedeutet eine Zunahme von über 150 Prozent gegenüber 2007.

Nicht nur die Anzahl Fälle hat deutlich zugenommen, sie sind gemäss Verhörrichter Alexandre Vonwil auch komplizierter und umfangreicher geworden. Dazu zählen unter anderem das Gerlibach-Drama mit den beiden ertrunkenen Kindern, der Fund gestohlener Waffen und Munition aus der Kaserne Wil und zwei Schiessständen, oder der Todesfall einer Nidwaldnerin wegen der Antibabypille.

Als Sofortmassnahme für 2011 werden 2,8 neue Stellen beim Regierungsrat beantragt.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».