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STRASSENBAU: Nidwaldner Regierung will schnellere Sanierung der Wiesenbergstrasse

Die Sanierung der Wiesenbergstrasse im Kanton Nidwalden wird optimiert. Spielt der Landrat mit, könnte bei den nächsten zwei Abschnitten die Bauzeit halbiert werden. Er müsste dafür allerdings die jährliche Investition verdoppeln.
Dank Erfahrungen aus der ersten Etappe der Sanierung der Wiesenbergstrasse will der Kanton die weiteren Arbeiten beschleunigen. Archivbild: PD (Archivbild: PD)

Dank Erfahrungen aus der ersten Etappe der Sanierung der Wiesenbergstrasse will der Kanton die weiteren Arbeiten beschleunigen. Archivbild: PD (Archivbild: PD)

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch

Einiges an Kritik musste der Kanton von den Anwohnern einstecken. Die Sanierung der Wiesenbergstrasse, die seit Mai 2017 läuft, dauere viel zu lange. Das Programm sah vor, dass die Strasse vom Abschnitt Lourdesgrotte bis zur Abzweigung Wirzweli für etwa 40 Millionen Franken instandgesetzt wird. Der Landrat hatte beschlossen, jährlich rund 1,5 Millionen Franken zu investieren, was zu einer gesamten Bauzeit von 25 Jahren führte.

Ende Oktober konnten die Bauarbeiten der ersten Etappe der Wiesenbergstrasse abgeschlossen werden. Aufgrund der dabei gemachten Erfahrungen können die Arbeiten beschleunigt und technische Optimierungen umgesetzt werden. «Wir haben vorsichtig geplant und sehen nun, dass wir schneller vorankommen – nicht zuletzt, weil nichts Unvorhergesehenes passiert ist», erklärt Baudirektor Josef Niederberger. In der zweiten Etappe des ersten Abschnitts, die am 7. Mai beginnt, rechne man damit, die Bauzeit und die Strassensperrung um rund einen Monat verkürzen zu können.

Nicht nur Zeit-, sondern auch Kostenersparnis

Wie die Baudirektion gestern in einer Mitteilung schrieb, will der Kanton in den nächsten zwei Sanierungsetappen in den Jahren 2021 bis 2025 kräftig Gas geben. «Um eine effektivere Bauleistung zu erzielen, werden zwei Abschnitte zusammengelegt», heisst es darin. Bei den kommenden Abschnitten (Fuhlplattencheer bis Stefans-Chäppeli und Stefans-Chäppeli bis oberhalb Wiesenberg) sei der erste Abschnitt eher schwierig, der zweite jedoch eher unproblematisch, erklärt Baudirektor Josef Niederberger. «Wenn wir die beiden Lose zusammenlegen, können wir die Bauzeit von 10 auf 5 Jahre halbieren.» Die Kehrseite ist, dass der Landrat dafür die jährliche Investition von 1,5 auf 3 Millionen Franken erhöhen muss. Behandelt wird das Geschäft am 9. Mai. Der Baudirektor schätzt die Chancen als gut ein, schliesslich hat er einen Trumpf im Ärmel, um dem Landrat die Vorlage schmackhaft zu machen. «Mit der Verkürzung der Bauzeit kann der Kanton rund 1,5 Millionen Franken sparen, das sind 10 Prozent der Summe von 15 Millionen für die Lose 2 und 3.» Auch wenn der Landrat dieser Beschleunigung zustimmen würde, heisst das aber nicht, dass dadurch auch die Gesamtbauzeit verkürzt wird. Ob die Wiesenbergstrasse vor 2042 saniert ist, muss offenbleiben. «Ob es zu weiteren Zusammenlegungen kommt und ob nach Abschluss der Lose 2 und 3 sofort weitergebaut wird, muss noch geklärt werden», sagt Josef Niederberger. Weiter oben seien noch einige heikle, schwierige Abschnitte zu sanieren.

Gemeinde freut sich über Beschleunigung

Stimmt der Landrat dem Vorschlag der Regierung zu, heisst das für die Einwohner von Wiesenberg und Wirzweli, dass die Strasse vorerst 5 Jahre weniger lang zwischen Mai und Oktober gesperrt sein muss. «Dies stellt insbesondere für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Wiesenbergs eine grosse Verbesserung dar», heisst es in der Mitteilung des Kantons.

Grundsätzlich sieht das auch der Dallenwiler Gemeinderat Reto von Büren so. «Für die Anwohner ist die Sperrung natürlich nicht einfach, aber die Akzeptanz ist da, wenn man sieht, dass auf den Baustellen auch immer gearbeitet wird und dass es vorwärtsgeht.» Man habe von der Gemeinde aus immer wieder das Gespräch mit dem Kanton gesucht und sei nun natürlich froh, wenn die Erfahrungen aus dem ersten Teilabschnitt genutzt würden, um das Projekt zu beschleunigen.

Nichts ändern wird sich aber an den täglichen Arbeitszeiten. Das heisst, dass während der Bauzeiten die Wiesenbergstrasse werktags weiterhin von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 17.30 Uhr gesperrt werden muss. «Das können wir nicht verkürzen», sagt Baudirektor Niederberger.

«Nur schon die Sperrung über den Mittag bedeutet einen grossen Aufwand für das Bauunternehmen, der auch mit Kosten verbunden ist.» So müssten die Bauarbeiter jeweils bereits etwa um 11 und um 17 Uhr die eigentlichen Arbeiten einstellen und mit dem Aufräumen beginnen, damit um 12, respektive um 17.30 Uhr die Strasse wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

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