STRASSENVERKEHR: Nidwalden muss sich bis 2015 gedulden

Das Nidwaldener Agglomerations­porgramm geht vorerst leer aus. Erst ab 2015 besteht die Möglichkeit, dass Bundesgelder fliessen.

Drucken
Teilen
Das Park&Ride-Konzept – wie hier am Bahnhof in Sursee – soll auch in Nidwalden gefördert werden. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

Das Park&Ride-Konzept – wie hier am Bahnhof in Sursee – soll auch in Nidwalden gefördert werden. (Archivbild Adrian Baer/Neue LZ)

1,5 Milliarden Franken sollen von 2011 bis 2015 in den Agglomerationsverkehr investiert werden, der Bund übernimmt davon 30 bis 40 Prozent. Nidwalden geht dabei leer aus. Ein erstes Mal hatte der Bundesrat die Nidwaldner im Dezember 2008 mit der Meldung überrascht, dass ihr Agglomerationsprogramm Stans nicht berücksichtigt werden könne.

«Knapp zu gering»
Trotz einer umfangreichen Stellungnahme mit zahlreichen Argumenten hält der Bundesrat an seiner Beurteilung des Agglomerationsprogrammes Stans fest. Er sieht die Programmwirkung des Agglomerationsprogrammes nach wie vor als knapp zu gering an und beantragt dem Parlament, im Rahmen der ersten Periode 2011-2014 auf eine Mitfinanzierung zu verzichten, wie die Regierung schreibt.

Anerkannt wird vom Bund, dass das Agglomerationsprogramm Stans 2007 gute Elemente enthält und die Agglomeration Stans in der letzten Zeit zahlreiche Anstrengungen unternommen hat, um die Verkehrssituation zu verbessern und Verkehr sowie Siedlung besser aufeinander abzustimmen.

«Reele Chancen» ausgemacht
Gesamthaft darf gemäss der Regierung positiv festgehalten werden, dass die Erarbeitung des Agglomerationsprogrammes Bewegung in die Diskussionen um die Siedlungsentwicklung und die Verkehrsproblematik in der Agglomeration Stans gebracht hat. Die Arbeiten seien nun so weit gediehen, dass das Potenzial für ein gutes Agglomerationsprogramm der 2. Generation vorhanden ist und auch reelle Chancen bestehen, in der zweiten Programmphase 2015-2018 Bundesmittel zu erhalten.

mvr/scd