STROM NIDWALDEN: «Der hohe Preis ist nicht nachvollziehbar»

Für Alois Amstutz ist der höhere Strom­preis nicht nachvollziehbar. Zudem ortet er bei den neuen Energien ein Bildungs­defizit.

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Alois Amstutz, Mitinitiator der Holzverstromungsanlage in Oberdorf. (Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Alois Amstutz, Mitinitiator der Holzverstromungsanlage in Oberdorf. (Corinne Glanzmann/Neue LZ)

 Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie hören, dass alle Elektrizitätswerke den Strompreis erhöhen?
Alois Amstutz: Wenn ich richtig informiert bin, begründen die Werke die Preiserhöhungen mit Abgaben an die nationale Netzgesellschaft für die Stabilisierung des elektrischen Netzes und die Unterstützung von Projekten mit erneuerbaren Energien. Ich verspüre Ohnmacht, weil die Preiserhöhungen verordnet und in ihrem Mass nicht nachvollziehbar daherkommen.

Wie ist dies möglich? Liegt dies am System?
Amstutz: Ja, das ist auch eine Systemfrage. Scheinbar braucht es Swissgrid als übergeordnete Netzbetreiberin. Wie gesagt, ist es für mich nicht nachvollziehbar, warum diese Lösung gegenüber der heutigen plötzlich so viel mehr kostet. Viele Verantwortliche der Elektrizitätswerke führen nach planwirtschaftlichen und nicht marktwirtschaftlichen Grundsätzen und wälzen die Kosten sicherheitshalber einmal im Voraus auf die Kunden ab.

Könnte eine dezentrale Stromversorgung gegensteuern?
Amstutz: Nicht wirklich: Ein stabiles Netz ist auch für die dezentrale Stromversorgung sehr wichtig. In der dezentralen Stromversorgung liegen Chancen für die (lokale) Wirtschaft, weil man angehalten wird, die eigenen Ressourcen zu veredeln und mit ihnen sorgsam umzugehen. Strom aus Eigenproduktion ist eine Handelsware, die man selbst gebrauchen oder verkaufen kann. Diese Handelsware schafft für eine Region Mehrwert, braucht aber einen Transportweg, und das ist das Netz.

Interview Inge Staub

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.