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Stühle statt Bänke in der Pfarrkirche Emmetten

Die wärmetechnische Sanierung der Pfarrkirche ist in vollem Gange. Bei dieser Gelegenheit soll nun auch ein Teil der Bänke entfernt werden – zugunsten von beweglichen Stühlen.
Matthias Piazza
Vorbild für Emmetten: Die Bestuhlung in der Pfarrkirche Hergiswil. (Bild: Nadia Schärli (8. Mai 2019))

Vorbild für Emmetten: Die Bestuhlung in der Pfarrkirche Hergiswil. (Bild: Nadia Schärli (8. Mai 2019))

Was in der Pfarrkirche Hergiswil seit vergangenem Jahr Realität ist, ist nun auch in Emmetten geplant. Im vorderen Teil der Kirche sollen Bänke durch Stühle ersetzt werden. Betroffen sind die total 12 Bankreihen mit Platz für 100 Gottesdienstbesucher zwischen mittlerem Kreuzgang und Altar. Auf der frei werdenden Fläche von 50 Quadratmetern ist eine Bestuhlung für ebenfalls 100 Personen geplant, welche bei Bedarf um 50 Sitzplätze ausgebaut werden kann. «Damit können wir die Bestuhlung besser an den jeweiligen Gottesdienst anpassen. Für kleine Gruppen eignet sich beispielsweise eine Bestuhlung im Halbkreis besser», begründet Peter Barmettler, Vizepräsident und Liegenschaftsverwalter der Kirchgemeinde Emmetten, diese Idee, über welche die Emmetter an der Kirchgemeindeversammlung am 24. Mai abstimmen.

Der freigelegte Holzboden wird je nach Zustand ersetzt oder aufgefrischt und auf das Niveau des Steinbodens angeglichen. Dank des 13 Zentimeter hohen Hohlraums unter den jetzigen Kirchenbänken und späteren Stühlen sei der Einbau einer Bodenheizung problemlos möglich. Die hinteren Bänke bekommen eine elektrische Sitzbankheizung. Dank des neuen Heizsystems könne der Kirchenraum schneller und bedarfsgerechter beheizt werden. «Es braucht nicht mehr zwei Tage Vorlaufszeit, was Heizenergie spart», sagt Peter Barmettler.

Heizölverbrauch hat sich halbiert

Den Zeitpunkt dafür erachtet er wegen der laufenden Sanierung der Pfarrkirche als ideal. Bereits wurden der Dachboden isoliert, die Fenster im Turm ersetzt und alle Türen abgedichtet. Beim Haupteingang und den beiden Seiteneingängen wurden als Windfang Vorhänge montiert, welche im Sommer demontiert werden können. Die Bilanz nach dem ersten Winter fällt laut Barmettler überaus positiv auf. «Der jährliche Heizölverbrauch hat sich dank der verbesserten Isolierung auf 5000 Liter halbiert.»

Bis im Herbst des nächsten Jahres soll die rund 30-jährige Ölheizung definitiv ausgemustert und die Kirche sowie das Pfarr- und das Pfarrhelferhaus an den neuen Heizverbund der Genossenkorporation Emmetten angeschlossen werden. Diese hat als eine der grössten Waldbesitzerinnen diesen Verbund mit Holzschnitzeln aufgebaut.

Ein Zusatzkredit für die neue Bestuhlung sei nicht nötig. Der Kredit von 450000 Franken, den die Emmetter im Frühling des vergangenen Jahres für die energetische Sanierung genehmigten, reiche aus. «Aber es ist uns ein Anliegen, dass die Emmetter über diese wichtige ideologische Frage der Bestuhlung abstimmen», begründet Peter Barmettler das Vorgehen, das von Gesetzes wegen nicht nötig wäre.

Schulgemeinde mit Verlust

Mit einem Überschuss von rund einer halben Million Franken (Ertrag 5,6 Millionen) schliesst die Rechnung der Politischen Gemeinde rund 235000 Franken besser ab als budgetiert. Dazu hätten vor allem die Ausgabendisziplin und die Mehreinnahmen bei der Grundstückgewinnsteuer und bei den Mieten fürs Länderhuis beigetragen, sagt Gemeinderat Res Näpflin dazu. Das gute Ergebnis wirkt sich auch auf die Pro-Kopf-Verschuldung aus. Sie sank von 4704 auf 3522 Franken.

Mit einem Verlust von 84000 Franken schliesst die Rechnung der Schulgemeinde im vergangenen Jahr ab, dies bei einem Aufwand von rund 2,6 Millionen Franken. Ohne die Entnahme aus den finanzpolitischen Reserven wäre der Verlust um 165000 Franken grösser gewesen, gibt Finanzchefin Karina Eberli zu bedenken. Trotzdem ist der Verlust rund 93000 Franken höher als budgetiert. Dies lasse sich durch Mindereinnahmen im Finanzausgleich von 190000 Franken und Mehrkosten von 59000 Franken beim Steueraufwand erklären.

Mehraufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Investition des Schulhausersatzneubaus beziehungsweise der Sanierung von rund 50000 Franken hätten durch diverse Einsparungen sowie einem Mehrertrag bei den Steuern von 8000 Franken kompensiert werden können. Die Rechnung der Kirchgemeinde schliesst im vergangenen Jahr bei einem Gesamtaufwand von rund 490 000 Franken mit einem Ertragsüberschuss von etwa 37 000 Franken ab, erwartet war ein ausgeglichenes Ergebnis. «Vom Kanton erhielten wir 15800 Franken mehr Kirchensteuern und von der Landeskirche 9000 Franken mehr Finanzausgleich als prognostiziert», begründet die für die Finanzen zuständige Kirchenrätin Andrea Tramonti den Überschuss. Dazu hätten auch diverse Einsparungen bei den Löhnen und beim Unterhalt der Gebäude und Anlagen beigetragen.

Gemeindeversammlungen: Freitag, 24. Mai, ab 20 Uhr, Mehrzweckraum Schulhaus II, Emmetten.

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