Stützmauer in Wiesenberg erneut eingestürzt

Erneut ist ein Bauteil der Wiesenbergstrasse eingestürzt. Die Stützmauer beim «Gislerrank» in Wiesenberg hat am vergangenen regnerischen Wochenende dem Druck nicht mehr standgehalten und ist eingebrochen.

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Stützmauer in Wiesenberg hielt dem Dauerregen nicht stand. (Bild: pd)

Stützmauer in Wiesenberg hielt dem Dauerregen nicht stand. (Bild: pd)

Stützmauer in Wiesenberg hielt dem Dauerregen nicht stand. (Bild: pd)

Stützmauer in Wiesenberg hielt dem Dauerregen nicht stand. (Bild: pd)

Im April wurden bei der Trockensteinmauer „Gislerrank“ Ausbauchungen und sich vergrössernde Fugen im Bruchsteinmauerwerk festgestellt. Für die Überwachung des Bauwerkes wurden die Verschiebungen zweimal pro Woche aufgenommen. Als weitere Sofortmassnahme wurden unterhalb der Strasse mobile Palisaden aufgestellt, welche mögliche lokale Ausbrüche der Mauer auffangen sollten. Zusätzlich wurde die Strasse mit Backen eingeengt, so dass die Fahrzeuge nicht am äussersten Strassenrand fahren und die Strasse zusätzlich belasten konnten. Parallel wurden die Planungsarbeiten für ein Bauprojekt in Auftrag gegeben. Der Baubeginn für die Stabilisierung der Bruchsteinmauer war auf Mitte Juli 2012 geplant. Die Stabilisierung wird mit Riegeln erfolgen, welche mit Ankern im Untergrund fixiert werden.

In der letzten Woche verstärkten sich die Verschiebungen bei der Trockenmauer „Gislerrank“, so dass einzelne Ausbrüche der Mauer zu erwarten waren. Die Fahrbahn wurde mit Absperrlatten weiter eingegrenzt. Am vergangenen regnerischen Wochenende erfolgten nun grössere Ausbrüche. Dank den mobilen Palisaden und den vorgenommenen Absperrmassnahmen konnten weitergehende Schäden vermieden werden.

Baudirektion erarbeitet Instandstellungsprojekt

Trockenmauern wie beim „Gislerrank“ sind für die Wiesenbergstrasse typische Kunstbauten. Vor dem verbreiteten Einsatz des Betons stellten diese die übliche Bauweise dar. Das Alter der Bauweise zeigt, dass die Wiesenbergstrasse ihr Lebensalter erreicht hat. Zur Schonung der Strasse und zur Gewährleistung der Sicherheit der Benutzer wurden Gewichtsbeschränkungen eingeführt. Die Wiesenbergstrasse ist heute abschnittsweise auf acht Tonnen begrenzt.

Da in den letzten Jahren immer wieder Teile der Strasse einstürzten, erarbeitet die Baudirektion ein Instandstellungsprojekt. Ziel des Projektes ist nicht ein Ausbau der Strasse, sondern eine Instandsetzung, die es erlaubt, dem Zusammenbrechen der Strasse zuvorzukommen und längerfristig eine tragfähige Strasse zu erhalten. Das Instandsetzungsprojekt soll dem Landrat im Jahr 2013 zum Entscheid vorgelegt werden. Vorgängig wird dem Landrat im Herbst 2012 der Grundsatzentscheid zur Erschliessung des Gebietes Wiesenberg-Wirzweli vorgelegt.

Wiesenbergstrasse mit Einschränkungen befahrbar

Die Wiesenbergstrasse bleibt für den Verkehr offen. Es ist mit Behinderungen zu rechnen. Die Vorbereitungen für die Bauarbeiten sind soweit fortgeschritten, dass mit diesen am Montag, 9. Juli begonnen werden kann. Die Bauarbeiten werden rund acht Wochen. Es wird mit Baukosten von ungefähr 150'000 Franken gerechnet.

pd/shä

 

Die Stützmauer muss nicht das erste Mal repariert werden. (Bild: pd)

Die Stützmauer muss nicht das erste Mal repariert werden. (Bild: pd)