Sturm «Sabine» hat die Uerte von Dallenwil beschäftigt

Zu zwei Kreditbegehren gab die Uertegemeinde ihre Zustimmung. An anderer Stelle wurde Kritik geübt.

Franz Niederberger
Drucken
Teilen

Mit der Umsetzung vom Schutzkonzept Covid-19 hat der Uertevogt Felix Odermatt in der Mehrzweckanlage Steini 79 Stimmberechtigte begrüsst. An 20 ordentlichen Sitzungen, zwei ordentlichen Uertegemeinden, 22 Forstrapporten, einer Strategiesitzung, diversen Kommissions-, Vorstands- und Behördenterminen wurden wiederum eine grosse Anzahl Themen protokolliert. Dies zeigte der aktuelle Jahresbericht auf.

Im vergangenen Jahr war der Forstbetrieb wiederum sehr gut ausgelastet. Die Zusammenarbeit mit der Forstlichen Arbeitsgemeinschaft Emmetten und Beckenried (Fageb) verlief reibungslos, ebenso gut funktionierte die Zusammenarbeit mit der Buochser Genossenkorporation.

Absperrungen müssen respektiert werden

Einen grossen Arbeitseinsatz erforderte das Sturmtief Sabine. Das Ereignis vom 11. und 12. Februar dieses Jahres hat in den Wäldern der Uerte Dallenwil die grössten Schäden im Kanton Nidwalden angerichtet. Gesamthaft wurden die Schäden auf 5000 Quadratmeter beziffert, auf Dallenwil fielen rund 2500 bis 3000 Quadratmeter an, 2000 davon betrafen den Schutzwald.

Die Aufgabe, so rasch wie möglich 2000 Quadratmeter Fichten aus den Flächen zu bringen, um den Käferbefall zu verhindern, erforderte eine bis ins Detail geplante Strategie. Dabei wurden angedachte Holzschläge und Pflegemassnahmen 2020 zurückgestellt. Während dieser Aufräumaktionen konnte immer wieder beobachtet werden, dass sich Personen trotz Absperrungen mit Plakaten und Maschinen in den Gefahrenzonen aufhielten. Uertevogt Felix Odermatt forderte daher eindringlich, die Absperrungen zu respektieren. Die Gefahren sind nämlich auch an den Wochenenden in den Windwurfflächen durch Steinschläge oder herunterfallende Äste vorhanden.

Kreditgesuch von 105'000 Franken bewilligt

Zustimmung erhielt ausserdem die positive Jahresrechnung, sie ermöglichte wiederum die Auszahlung des obligaten Uertenutzen. Genehmigt wurde auch die Bauabrechnung Fensterersatz Mehrfamilienhaus Allmendstrasse 6.

Im Zuge von der Coronapandemie werden zudem alle stimmberechtigten Uertner und Uertnerinnen auf Antrag des Uerterates einen Konsumgutschein für das Gasthaus zum Kreuz in der Höhe von 50 Franken erhalten. Bei der Heizung Steini muss ab nächstem Jahr ein Elektrofilter, der den Feinstaub eliminiert, eingesetzt werden. Auch dieses Kreditgesuch in der Höhe von 105'000 Franken wurde an der Versammlung einstimmig angenommen.

Mehr zum Thema