SWISSINT: Der Kriegseinsatz beginnt in Stans

Aufgebrachte Flüchtlinge stoppen einen Jeep und attackieren die Friedenssoldaten. In Stans wird der Ernstfall geprobt.

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Peacekeeper-Alltag: Beinahe wäre die (gespielte) Situation eskaliert. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Peacekeeper-Alltag: Beinahe wäre die (gespielte) Situation eskaliert. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Wer im Ausland einen friedensfördernden Einsatz leisten will, muss eiserne Nerven und einen kühlen Kopf bewahren. Und darf vor allem trotz Stress das Menschliche nicht aus den Augen verlieren. Hauptmann Mohammed Hatab aus Ägypten, Major Boyko Spasov aus Bulgarien und der Schweizer Soldat Florian Schüller müssen zeigen, dass ihnen ein solches Verhalten liegt. Sie nehmen im Swissint in Stans-Oberdorf, dem Kompetenzzentrum der Schweizer Armee für Auslandeinsätze, an einem vierzehntägigen Basiskurs für Peacekeeper teil.

Ihr Jeep wird plötzlich von einer aufgebrachten Menge gestoppt. Brüllende, mit Plakattafeln bewehrte Männer, die von WK-Soldaten realistisch gespielt werden, zerren die Friedenssoldaten aus ihrem Fahrzeug. Danach entwenden die Männer Essen und Ausrüstung. Einige machen sich daran, das Fahrzeug zu demolieren. Die Situation droht zu eskalieren. Doch dann gelingt es den künftigen Peacekeepern, mit den Rädelsführern ins Gespräch zu kommen.

Wie verhandelt man mit Rebellen?
Die künftigen Peacekeeper haben viel zu lernen: Wie beschaffe ich mir Informationen über die Sicherheit bei der lokalen Polizei? Welche Verhandlungstaktik schlage ich ein, wenn ich Rebellen in die Hände falle? Worauf ist bei der Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen zu achten? Wie wird in einem Dorf zusammen mit den Behörden die Sicherheit organisiert?

21 Männer und 1 Frau absolvieren den vierzehntägigen Kurs. Neben zehn Teilnehmern aus der Schweiz sind es Armeeangehörige aus Ägypten, Bulgarien, Jordanien, Kasachstan, Litauen, Mazedonien und Tschechien, die alle freiwillig mit dabei sind. Sie wollen in naher Zukunft einen friedensfördernden Einsatz in einem ausländischen Krisengebiet leisten.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.