TANNENSTELLEN: Für Thomas I. herrscht striktes Reiseverbot

Die Liste der Länder, die Thomas Niedermann schon bereist hat, ist lang. Doch zurzeit herrscht für den Stanser Frohsinnvater und seine Gattin Maya absolutes Reiseverbot.

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Damit Thomas I. auch ja nicht auf die Idee kommt zu entschwinden, haben seine Mitstreiter von der Frohsinngesellschaft flugs den Reisekoffer an der Tanne, die am Samstag zu seinen Ehren gestellt wurde (siehe Bild unten), aufgehängt. Der Frohsinnvater musste darob herzhaft lachen. «Es stimmt, ich reise sehr gerne. Aber die Fasnacht würde ich deswegen nie verpassen», beruhigte der 42-Jährige die Frohsinnschar. Quasi als Kompromiss hat er die kommende Fasnacht unter das Motto «Färnweh» gestellt.

«Eine Ehre für mich»
Bei klirrender Kälte fand sich eine stattliche Anzahl Delegationen befreundeter Zünfte, Guuggen und weiterer Fasnachtsfreunde zum Tannenstellen in Stans ein. Da kamen die wärmenden Kaffee, Risotto und Guuggenklänge gerade recht – zumal es eine Weile dauerte, bis die Tanne eingelocht war.

Dafür thront sie nun um so stolzer vor dem Gebäude der Firma Niedermann HLK in der Fronhofenstrasse, deren Geschäftsführer Thomas Niedermann ist. «Der heutige Tag ist für mich eine Ehre», strahlte er am Samstag übers ganze Gesicht. «Eine so schöne Tanne und so viele Gäste, was will man mehr?» Speziell freute ihn der Aufmarsch der Ennetbürger Tambouren und Guuggen Birger Fäger und Sunneguugger. Denn Thomas I. wohnt mit seiner Familie in Ennetbürgen – und war bis vor drei Jahren im Rat der dortigen Zunft. Musste er sich deswegen den einen oder anderen Spruch anhören? «Ja schon», schmunzelte er, «aber das lief alles auf humorvoller Basis ab.»

Oliver Mattmann/Neue NZ