Taucher lösen Rätsel der Pfahlbauersiedlungen

Bis Ende Monat sind Taucher vor Kehrsiten im Dauereinsatz. Sie wollen möglichst viel über die Siedlungen der Pfahlbauer erforschen.

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Den Pfahlbauern auf der Spur: Ein Taucher birgt Fundstücke vom Seeboden vor Kehrsiten. (Bild Thomas Oertle/Neue NZ)

Den Pfahlbauern auf der Spur: Ein Taucher birgt Fundstücke vom Seeboden vor Kehrsiten. (Bild Thomas Oertle/Neue NZ)

Im Rahmen eines Nationalfonds-Projektes werden derzeit die neusteinzeitlichen Siedlungen der Pfahlbauer vor Kehrsiten genauer erforscht. Von Mitte Januar bis Ende Februar ist eine archäologische Tauchequipe der Stadt Zürich bis zu sechs Stunden täglich im Einsatz. «Bei der neusteinzeitlichen Seeufersiedlung im Vierwaldstättersee sind wir auf mächtige Fundschichten gestossen. Entsprechend bergen wir auch sehr viel und sehr gut erhaltenes Material», erklärte Ursula Hügi, Leiterin der Unterwasserarchäologie der Stadt Zürich, an der Medienorientierung vom Dienstag in Stansstad.

Trotz der quantitativ umfangreichen Ausbeute wurden bisher vor Kehrsiten keine menschlichen Knochen gefunden. «Das ist das grosse Rätsel», kann sich auch Ursula Hügi diese Tatsache nicht erklären, nennt aber eine theoretische Möglichkeit: «Die Pfahlbauer jener Zeit hatten besondere Bestattungsrituale, die heute ein Auffinden der menschlichen Überreste verunmöglichen.» Auch über die Grösse der Pfahlbauersiedlungen vor Kehrsiten und die Anzahl deren Bewohner kann Ursula Hügi keine genauen Angaben machen. Doch handle es sich um «grössere Siedlungen».

Ernst Zimmerli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung