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Teilrevision Nidwaldner Richtplan: Perimeter für Flugplatz Buochs wird reduziert

Der Kanton Nidwalden reduziert den Perimeter des Flugplatzes Buochs auf die minimal betriebsnotwendige Fläche. Der Regierungsrat hat eine entsprechende Teilrevision des Richtplans verabschiedet.
Martin Uebelhart
Der Flugplatz Buochs. (Bild: Mirko Bleuer/PD)

Der Flugplatz Buochs. (Bild: Mirko Bleuer/PD)

Die bisher letzte Teilrevision des kantonalen Richtplans wurde mit der Genehmigung durch den Bundesrat im Januar 2018 abgeschlossen. Nun stehe bereits die nächste Teilrevision an, schreibt die Regierung in einer Medienmitteilung. In den Bereichen «Verkehr» und «Öffentliche Bauten und Anlagen» seien Anpassungen erforderlich.

Hintergrund sei die neue Zweckbestimmung des Flugplatzes Buochs von einem Militärflugplatz mit ziviler Mitbenutzung zu einem Zivilflugplatz. Diese gehe einher mit der Volksabstimmung von 2017, als sich die Nidwaldner Stimmberechtigten dafür aussprachen, dass sich der Kanton mit 10 Millionen Franken an der Modernisierung des Flugplatzes beteiligt, so die Mitteilung weiter.
Die daraus entstandenen Anpassungen im kantonalen Richtplan sind auf den Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) sowie den Sachplan Militär abgestimmt. So soll sich die Zivilluftfahrt massvoll entwickeln können. «Ein Ausbau zu einem konzessionierten Regionalflugplatz bleibt weiterhin ausgeschlossen», hält der Regierungsrat in seiner Mitteilung fest.

Flugplatzperimeter wird reduziert

In erster Linie diene der Flugplatz Werkflügen ansässiger Unternehmen, Geschäfts- und Transportflügen, Such-, Rettungs- und Polizeiflügen sowie dem Segelflugsport. Dabei wird der Flugplatzperimeter auf die minimal betriebsnotwendige Fläche reduziert. «Das bedeutet, dass nur noch die Hauptpiste und die nötigen Rollwege im Süden und Norden zum Perimeter gehören», erläutert Baudirektor Josef Niederberger auf Anfrage. «Diese Rollwege braucht es, um an die Hangars heranzukommen und als Verbindung zu den Industrie- und Gewerbeflächen dort.» Die Rollwege nördlich des Scheidgrabens bleiben noch militärisch, mit Ausnahme der seit je her privaten Rollwege der Pilatus-Werke.

Weiter werden Pendenzen aus der Richtplan-Teilrevision 2016/2017 zu anderen Themen aufgearbeitet, so zum Beispiel zur Wiesenbergstrasse oder zur Kehrsitenstrasse, die derzeit, respektive demnächst, umfassend saniert werden. «Wenn eine Strasse beispielsweise breiter wird oder zusätzliche Ausweichstellen erhält, dann muss dies im Richtplan bei der ausgewiesenen Strassenfläche nachgeführt werden», so Niederberger.

Auch verschiedene Inhalte im Bereich des Langsamverkehrs erfahren Änderungen. Neu werden darin nicht nur Fussgänger und Wanderer, sondern explizit auch Velofahrer und Biker zusammengefasst, weil auf immer mehr Wegen ein sogenannter Mischverkehr unterwegs ist.
Zahlreiche Hinweise und Anträge bei der Auflage
Das Bundesamt für Raumentwicklung hat die Teilrevision des kantonalen Richtplans vorgeprüft. Anschliessend wurde das Dossier laut der Mitteilung zwischen Oktober und Dezember 2018 öffentlich aufgelegt. Es seien in dieser Zeit rund 120 Hinweise und Anträge eingereicht worden, schreibt die Regierung weiter. Man sei mit allen Leuten, die sich geäussert hätten, in Kontakt getreten. «Viele Fragen und Hinweise kamen zum Flugplatz», sagt Josef Niederberger dazu. Man habe sich etwa dafür stark gemacht, dass ja nicht mehr als 20'000 Flugbewegungen pro Jahr erfolgten oder dass gewisse Rollwege nicht breiter als nötig werden. Zahlreiche Anregungen habe es auch zu den Wildwechselzonen gegeben. Bei der A2 habe es heute eine Unterführung für das Wild. Es brauche mehr Übergänge über die Autobahn, sei angeregt worden. «Dies war aber diesmal nicht Gegenstand der Teilrevision, so der Baudirektor.

Die überarbeitete Fassung des Richtplans wird nun dem Landrat vorgelegt. Nach dem Plan der Regierung soll die Richtplanänderung an einer Sitzung nach den Sommerferien behandelt werden. Der Entscheid des Landrats ist gemäss kantonalem Planungs- und Baugesetz endgültig. Es wird eine anschliessende Genehmigung durch den Bundesrat bis Ende Jahr angestrebt.

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