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THEATER: Nidwaldner Geschichte auf dem Ballenberg

Mit «Veronika Gut» präsentiert das Landschaftstheater Ballenberg eine starke Frauengestalt, die an ihren Überzeugungen festhält. An der Premiere überzeugte die Stanserin Karin Wirthner in der Hauptrolle.
Karin Wirthner als Veronika Gut im Freilichtmuseum. (Bild: Keystone)

Karin Wirthner als Veronika Gut im Freilichtmuseum. (Bild: Keystone)

Die Witwe Veronika Gut macht keinen Hehl aus ihrem Hass auf die Franzosen, die dem Land nach ihrem Sieg in der Schlacht von 1798 am Allweg bei Stans eine neue Ordnung aufzwingen wollen. Für sie sind alle, die sich dafür einspannen lassen, ­Landesverräter und «Nache­schnaagger». Auch durch allerlei Strafmassnahmen lässt sie sich nicht beugen.

Selbst vor brutaler Gewalt schreckt die einflussreiche Ratsherrenwitwe nicht zurück. Die Anhänger von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit dürfen mit ihrem Segen nachts überfallen und dabei aufs Übelste verstümmelt werden. Veronika Gut weiss Gott im Kampf um die alte Ordnung auf ihrer Seite. Der Konflikt wird einem vor einer Häusergruppe aus dem 17. und 18. Jahrhundert im Freilicht­museum für ländliche Kultur äusserst lebendig und eindrücklich vor Augen geführt.

Die Premiere des neuen Stücks des Landschaftstheaters Ballenberg vom Mittwochabend und die bis zum 19. August folgenden Aufführungen greifen ein wichtiges Stück Schweizer Geschichte in gesamteuropäischem Kontext auf. Ein klarer Sieger ist dabei nicht auszumachen. Besonders tragisch geht es für die Titelfigur aus: Sie will einem erneuten Einfall der Franzosen entgehen und verliert auf der Flucht in einem Unwetter ihre vier Töchter.

Rund 18 000 Zuschauer erwartet

Die Stanserin Karin Wirthner (siehe Porträt in der Ausgabe vom vergangenen Dienstag) gibt der Hauptfigur ein zugleich würdevolles und leidenschaftliches Gesicht. Es handelt sich um eine historische Figur, die von 1757 bis 1829 gelebt hat. Eine Art Gegenpol ist die von Silvia Jost mit viel Temperament verkörperte Bettlerin Chalen-Dorli, die über seherische Fähigkeiten verfügt.

Regisseurin Marlise Fischer hat die Brienzer Laientruppe im Verein mit den beiden Profischauspielerinnen zu einer kompakten Inszenierung zusammengeführt. Rund 18 000 Zuschauer werden aufgrund des Vorverkaufs bis zum 19. August erwartet. Das sind zwar rund 4000 weniger als letztes Jahr bei «Uli der Pächter» von Gotthelf, doch damit hatte man gerechnet.

Und auch bereits fürs nächste Jahr ist man auf dem Ballenberg am Planen: 2018 bringt das Landschaftstheater das Stück «Steibruch – zrugg us Amerika» mit Hanspeter Müller-Drossaart auf die Bühne.

Hans Trachsel (SDA)

kultur@luzernerzeitung.ch


Hinweis

Weitere Vorführungen bis am 19. August. Infos und Tickets: www.landschaftstheater-ballenberg.ch

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