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Theater Stansstad: Kommissar mit tödlichem Charme

Das Theater feierte mit der Kriminalkomödie «De Elefant im Porzellanlade» Premiere. Vor zahlreichem Publikum punkteten die Darsteller mit einem hohen Niveau.
Der Kommissar (Marcel Wider) wird von den alternden Frauen in der Pension umschwärmt. Im Hintergrund der chaotische Hilfskommissar (Georg Moser). (Bild: Vreny Schwegler (Stansstad, 22. Oktober 2018)

Der Kommissar (Marcel Wider) wird von den alternden Frauen in der Pension umschwärmt. Im Hintergrund der chaotische Hilfskommissar (Georg Moser). (Bild: Vreny Schwegler (Stansstad, 22. Oktober 2018)

Erste Lacher an der Premiere des Dreiakters am Freitagabend bringt bereits das Setting. In einer liebevoll eingerichteten Pension sitzen sechs alte Damen auf ihren Stühlen. Altweiberkleidung und markant geschminkte Falten setzen ihr Alter gut in Szene. Am Fenster der Londoner Street 909 beginnt ein hitziger Kampf um den Feldstecher. In Zeiten des Männermangels haben die sechs Frauen nichts anderes zu tun, als ihren gut aussehenden Nachbarn, Kriminalhauptkommissar Dennis Finn (Marcel Wider), beim Bodybuilding zu beobachten. Schnell kommt der Wunsch auf, den vierzigjährigen Junggesellen von Nahem zu sehen.

Im Haus der strengen Besitzerin Miss Hildegard Hodge (Margi Muri) diskutieren die dominante Miss Elizabeth (Silvia Krüger), die liebenswürdige Miss Amantha (Bettina Fischbacher) und die redselige Miss Nettie (Michaela Jann), während Miss Birdie (Theresa Christen) andauernd in Ohnmacht fällt und Miss Lucy (Jeanne Blättler) stets ihren Herbert vermisst. Schliesslich werden sie sich einig: Der hübsche Kommissar kommt nur ins Haus, wenn jemand stirbt.

Dennis Finn, mit Lederjacke und aufgestellten Haaren, will den Fall aufklären. Begleitet wird er vom chaotischen Hilfskommissar Kramer (Georg Moser). Während der Kommissar die Leiche inspiziert, wird er selbst von den Bewohnerinnen genauestens unter die Lupe genommen und von ihrer netten, aber unkooperativen Art zur Weissglut getrieben. Zwischen Trauer um ihre Freundin und Entzücken über den charmanten Besuch, tun die Damen alles, um Finns Aufmerksamkeit zu erlangen. Dabei bleiben sie zu ihrem Bedauern nicht die einzigen Buhlerinnen.

Theaterpräsident neu als Regisseur

Stansstader Theaterfreunden dürfte schnell auffallen, dass Theaterpräsident Ruedi Betschart, der seit 27 Jahren meist die Hauptrolle gespielt hat, nicht auf der Bühne steht. Zum ersten Mal wirkt er als Regisseur. Seine langjährige Erfahrung unterstützt ihn dabei. «Ich weiss, was ich als Spieler vom Regisseur erwarte.» Dabei helfe ihm sehr, dass die Darsteller mit Herzblut dabei seien. «Sie spielen auf hohem Niveau», so Ruedi Betschart. Technisch sei das Stück anspruchsvoll, da meist zwischen sechs und acht Personen auf der Bühne sind. Sie dürfen einander nicht verdecken und nicht statisch wirken. «Man muss Bewegung und Elan reinbringen».

Dem Regisseur und den elf Schauspielern ist es gelungen, das anspruchsvolle Stück gekonnt auf die Bühne zu bringen. Mit Wortspielen, schöner Kulisse und liebenswerten Charakteren überzeugt der Gesamteindruck. Der Regisseur zeigte sich mit der Premiere zufrieden: «Es ist schön, wenn man die Spannung im Publikum spürt, wer denn jetzt die Mörderin ist.» Tatsächlich sind die Szenenwechsel immer wieder von spannungsgeladener Stille statt Applaus geprägt. Schliesslich wollen alle wissen, welches Ende der Fall nimmt.

Acht weitere Aufführungen bis 17. November. Reservation und mehr Informationen unter: www.theater-stansstad.ch

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