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Thomas Steiner sitzt neu im Vorstand des Nidwaldner Lehrerverbands

An der Generalversammlung stellte Carl Bossard, ehemaliger Rektor des Kollegi Stans, die Autorität in den Mittelpunkt seines Referats.
Sepp Odermatt
Carl Bossard, frührerer Rektor am Kollegi Stans, referierte in Oberdorf vor Berufskollegen. (Bild: Markus von Rotz, Stans, 30. November 2018)

Carl Bossard, frührerer Rektor am Kollegi Stans, referierte in Oberdorf vor Berufskollegen. (Bild: Markus von Rotz, Stans, 30. November 2018)

An der Generalversammlung des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Nidwalden (LVN) in Oberdorf schaute Vorstandsmitglied Thomas Hamp am vergangenen Dienstag kurz zurück. Vor 125 Jahren, als der Verband gegründet wurde, übten praktisch nur Männer den Lehrerberuf aus – mit Ausnahme der Klosterfrauen. Heute unterrichten an den Schulen mehrheitlich Frauen.

In seiner Dankesrede an die Pädagogen und Bildungsverantwortlichen wünschte sich Regierungsrat Res Schmid von der Gesellschaft mehr Akzeptanz für Lehrer. Es gehe nicht an, dass Eltern schon für banale Kleinigkeiten mit einem Juristen antrabten. Etwas Sorge bereiten dem Bildungsdirektor die Mathematikschüler im Niveau B der Oberstufe. Sie hätten nur gerade 25 Prozent der Grundkompetenzen erreicht, was unbedingt verbessert werden müsse. Mit der Aussage, die Lehrer seien «die wichtigsten, zentralen Führungspersönlichkeiten» leitete er nahtlos zum mit Spannung erwarteten Referat über.

Mut zur pädagogischen Autorität

Carl Bossard, ehemaliger Rektor des Kollegi Stans stellte mit der These

«Schulkinder wollen keinen Coach, sie wollen einen Häuptling»

die Autorität in den Mittelpunkt. Autorität heisse nicht autoritär sein. Sie stehe vielmehr im Spannungsfeld zwischen Führung und Fürsorge, so Bossard. «Bildung braucht Beziehung – und hier ist die Autorität eine Art von Vertrauen und beruht auf Anerkennung», ergänzte er. Mit seinen pointierten Aussagen und seiner starken Rhetorik fesselte Carl Bossard die Zuhörer.

Thomas Steiner neu im Vorstand

Die statuarische Versammlung im Anschluss an die Glückwünsche der Schulgemeinde Oberdorf und des Lehrerverbands Schweiz (LCH) warf keine hohen Wellen. Präsidentin Lea Lowth führte souverän durch die Traktanden und wies auf die beiden Vernehmlassungen zum Thema Sonderpädagogik und Heraufsetzung des Einstiegsalters in den Kindergarten hin. Die Vorsitzende begrüsste Thomas Steiner, der für Jacqueline Binsack neu im Vorstand Einsitz nimmt.

«Wo eine gute Lehrperson am Werk ist, da wird die Welt ein bisschen besser.» Dieses Zitat von Professor Hans Aebli dürfte vielen der anwesenden Lehrpersonen Mut und Zuversicht eingeflösst haben.

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