TIERSCHUTZ: Nidwaldner Bauer erschlägt einen Jungluchs

Ein abgemagerter Jungluchs dringt in einen Ziegenstall ein und greift eine Ziege an. Da erschlägt der Landwirt das Raubtier kurzerhand. Dies könnte Konsequenzen haben.

Drucken
Teilen
Ein Luchs, hier im Tierpark Goldau. (Bild Werner Schelbert/Neue SZ)

Ein Luchs, hier im Tierpark Goldau. (Bild Werner Schelbert/Neue SZ)

Der Vorfall hat sich im Engelbergertal bei Grafenort ereignet, wie «Radio Sunshine» meldet. Publik wurde der Fall, weil sich der Landwirt nach seiner Tat beim Wildhüter gemeldet hat. Das Ganze könnte ein juristisches Nachspiel haben: Weil der Luchs in der Schweiz ein geschütztes Tier ist, wird der Vorfall nun vom zuständigen Amtstatthalteramt untersucht.

Gerissene Tiere bleiben Einzelfälle
Die Rückkehr des Luchses wird bis heute kontrovers diskutiert. Kleinviehhalter befürchten Übergriffe auf ihre Tiere, Jäger sorgen sich um den Wildbestand und Naturschützer fordern eine überlebensfähige Grösse der geschützten Luchspopulation im Interesse der Artenvielfalt. Nach dreissigjähriger Erfahrung kann man gemäss der Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern feststellen, dass viele Ängste unbegründet waren: «Gerissene Schafen blieben (vergütete) Einzelfälle und die Wildbestände des Kantons Luzern zeigen mindestens bis heute durch die Präsenz der Luchse keinen Rückgang.»

scd