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Tontaubenschützen gründen in Beckenried einen eigenen Verein

Seit Jahrzehnten wird im Gebiet Rütenen auf Tontauben geschossen. Für die Jäger ist das ein sehr gutes Training. Nun wurde der Verein Jagdschützen Rütenen gegründet.
Richard Greuter
Der erste Vorstand (von links): Silvan Baumgartner, Balz Ambauen, Präsident Bruno Zieri und Sven Lussi. (Bild: Richard Greuter (Beckenried, 27. Juli 2018))

Der erste Vorstand (von links): Silvan Baumgartner, Balz Ambauen, Präsident Bruno Zieri und Sven Lussi. (Bild: Richard Greuter (Beckenried, 27. Juli 2018))

«Wir machen Nägel mit Köpfen», sagte Edgar Hug vor der Gründungsversammlung im Restaurant Rössli in Beckenried. Zusammen mit Bruno Zieri und Balz Ambauen gründete der Tagespräsident am Freitag den Verein Jagdschützen Rütenen. Die Statuten wurden genehmigt und der vierköpfige Vorstand mit Präsident Bruno Zieri an der Spitze, Balz Ambauen als Aktuar, Sven Lussi als Kassier und Silvan Baumgartner als Materialverwalter gewählt.

26 Mitglieder haben sich bisher eingeschrieben, 17 davon nahmen an der Gründung teil. «Ihr seid der 50. Verein in Beckenried», stellte Gemeinderat Rolf Amstad fest, der den Initianten gratulierte.

Material baut sich in der Natur selber ab

Ein wesentlicher Beweggrund, der zur Vereinsgründung führte, war die Haftung bei einem allfälligen Unfall. Dies war bisher nicht geregelt, berichtete Balz Ambauen. Nach dem Gesetz wäre jeder Jagdschütze mit seinem Privatvermögen haftbar gewesen. Laut Statuten haftet nur noch der Verein mit seinem Vereinsvermögen. Auch wegen Umweltverschmutzung bestehen kaum mehr Bedenken. Anstelle von Blei wird längstens Stahlschrot verschossen und der verrostet. Selbst die Tontauben bauen sich in der Natur selber ab, informierte Zieri.

Mit einem Abschussgerät werden Scheiben aus Ton, die sogenannten Tontauben, in die Luft geschleudert und von einem Jagdschützen mit der Flinte abgeschossen. «Das Tontaubenschiessen gilt als sportliches Jagdschiessen», sagte Edgar Hug nach der Gründung. «Das Mitschwingen der Flinte, die passende Schussabgabe und das Durchhalten bei einer Serie von 25 Schuss ist ein vorzügliches Training für Reaktion und Reflexe», fügte Hug an und betonte: «Das Tontaubenschiessen ist nicht nur ein ‹Klöpfen›.»

Bei den Beckenrieder Jägern gehört dieses Schiessen längst zur Tradition. Sepp Amstad, bekannt als «Rütenen-Sepp», baute es in den Achtzigerjahren auf. Als er vor acht Jahren erkrankte, übernahm Bruno Zieri die Führung und liess sich zum Jagdschützenmeister ausbilden.

Geheimtipp für Jagdschützen aus der Region

Inzwischen gilt die Rütenen als Geheimtipp für zahlreiche Jagdschützen aus der gesamten Innerschweiz. Da einige Anlagen geschlossen wurde, interessieren sich immer mehr Jäger für die Anlage in Beckenried. Jagdschützen, die regelmässig an am Tontaubenschiessen teilnehmen, müssen dem Verein beitreten, berichtete Bruno Zieri. Der Mitgliederbeitrag beträgt 20 Franken.

Geschossen wird einmal wöchentlich vom April bis Ende August. Laut Zieri trainieren jedes Mal zwischen 10 bis 15 Jagdschützen. Er rechne mit einem maximalen Mitgliederbestand von etwa 40 Jägern und auch Jägerinnen, meinte der erste Vereinspräsident. Ein neues Gerät zum Abschuss der Tontauben und weiteres Material im Wert von mehreren Tausend Franken kann der Verein zu günstigen Konditionen übernehmen. Ein Startkapital stellt Bruno Zieri zur Verfügung.

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