TOURISMUS: Bürgenstock-Resort: 150 Zimmer weniger

Die Barwa Real Estate Company aus Katar hat den von der Rosebud-Gruppe eingereichten Zonenplan für die geplante Hotelsanierung auf dem Bürgenstock zurückgezogen. Das Projekt sei «überdimensioniert».

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Baugerüst um das Hotel Honegg auf dem Bürgenstock Anfang Oktober. (Bild Adrian Venetz/Neue NZ)

Baugerüst um das Hotel Honegg auf dem Bürgenstock Anfang Oktober. (Bild Adrian Venetz/Neue NZ)

Die Barwa Real Estate Company aus Katar schreitet bei der Weiterentwicklung ihrer drei Hotelkomplexe Bürgenstock, Schweizerhof in Bern sowie Royal Savoy in Lausanne mit ihrer neu gegründeten Tochtergesellschaft Barwa Swiss Management AG voran, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Anfang September hat ein Team von Fachleuten mit der Weiterentwicklung der Umbau- und Renovationsarbeiten sowie mit der anschliessenden Hotelentwicklung begonnen.

Das Bürgenstock-Resort beschere dem Bürgenstock nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze, sondern auch einen nach ökologischen Grundsätzen aufgebauten und im Einklang mit der Umwelt stehenden Betrieb, heisst es weiter.

Expertengutachten erstellt
Die Realisierung jenes Entwicklungskonzeptes, welches die frühere Betriebsgesellschaft Rosebud Gruppe für den Bürgenstock skizziert hatte, werde derzeit durch private Einsprachen gegen den vorgesehenen Zonenplan blockiert. Zudem gilt das bisherige Konzept unter Berücksichtigung des vorhandenen Tourismuspotenzials und hinsichtlich der Saisonalität als überdimensioniert. Zu diesem Schluss komme ein Expertengutachten, welches die Barwa Gruppe erstellen liess.

Deshalb hat die Barwa Swiss Management AG diesen von der Rosebud Gruppe bei den Behörden eingereichten Zonenplan per 15. Oktober 2008 zurückgezogen. Die weitere Planung orientiert sich am ursprünglichen Zonenplan. Die Gespräche mit den Behörden sind im Gange. Ferner hat das Barwa Swiss Projektteam die Zimmer-Zahl von ursprünglich geplanten 450 auf rund 300 Zimmer reduziert, heisst es weiter. Der Konferenzbereich wird nicht 7000 Quadratmeter, sondern zirka 3000 Quadratmeter umfassen.

Fünf verschiedene Marktsegmente
Erste Entwicklungsschritte sehen zudem folgendes vor: Um das Resort nachhaltig als Ganzjahresresort betreiben zu können, soll es auf fünf verschiedene Marktsegmente aufbauen:

1. Konferenzen, Meetings und Incentives mit Hotelunterkunft,

2. traditioneller Hotel-Tourismus in den Sommermonaten,

3. ganzjährigen Lokal- und Tagestourismus, sowie

4. ein Gesundheits- und medizinisches Angebot und

5. Hotel-Wohnen. Alle diese Segmente werden mit einem grossen Spa-Angebot und zusätzlichen Freizeitangeboten ergänzt werden.

Ganzjahresbetrieb anvisiert
«Das Resort wird sich mit einem diversifizierten Hotelbetrieb, mit einem spezialisierten Angebot im Gesundheitstourismus und mit Hotel-Wohnungs-Angeboten als Ganzjahresbetrieb etablieren», wird Bruno H. Schöpfer, Verwaltungsrat der Barwa Swiss Management AG, zitiert.

Die gesamte Investitionssumme für das Bürgenstock-Resort beträgt rund 300 Millionen Franken. Rund 20 Millionen werden für den Umbau des Hotels Honegg aufgewendet. Diese Renovationsarbeiten sind bereits im Gang.

scd