TOURISMUS: Neuer Anlauf fürs Hotelprojekt in Emmetten

Lange hörte man nichts mehr vom Hotelprojekt in Emmetten. Nun liegt eine Studie vor, die Bewegung in die Sache bringen soll.

Drucken
Teilen
Herrliche Rundsicht vom geplanten Schwimmbecken aus. (Montage pd)

Herrliche Rundsicht vom geplanten Schwimmbecken aus. (Montage pd)

In Emmetten sind die Gespräche rund um das geplante Hotelprojekt im Gebiet Buotigen nach langen Querelen wieder aufgenommen worden. Eine Wirtschaftlichkeitsstudie soll den involvierten Parteien, der Gemeinde, dem Kanton und dem holländischen Investor als Grundlage für weitere Verhandlungen dienen.

120 neue Arbeitsplätze
Zur Erinnerung: Im Oktober 2006 ging der Holländer Johannes B. Meyers mit seiner Holding Comox mbc BV mit grossen Plänen und einem ehrgeizigen Zeitplan an die Öffentlichkeit. Er beabsichtigte, in Emmetten bis im September 2009 ein 5-Sterne-Hoteldorf zu bauen. Auf einer Fläche von 22'000 Quadratmetern sollten entstehen: 29 Gebäude mit 120 Appartements, verschiedene Restaurants mit bis zu 400 Plätzen, ein Parkhaus entlang der Kantonsstrasse für 200 Fahrzeuge, ein Wellness-Bereich mit Sportschwimmbädern, kleine Shops, Seminarräume usw. Die Kosten wurden auf 70 Millionen Franken beziffert. 120 Arbeitsplätze würden geschaffen.

Doch dann gerieten die Verhandlungen ins Stocken. Die Vorstellungen des Investors auf der einen und der Gemeinde auf der anderen Seite gingen in gewissen Punkten weit auseinander. Auch die Vermittlungsbemühungen des Nidwaldner Wirtschaftsförderers, welcher sich vor einem Jahr einschaltete, vermochten die Fronten nicht wesentlich aufzuweichen. Seither hörte man nichts mehr vom ambitiösen Projekt.

Studie soll Klarheit schaffen
Ende vergangenen Jahres wurde auf Verlangen der Gemeinde eine unabhängige Markt-/Machbarkeitsanalyse in Auftrag gegeben ausgehend von den bisherigen Dimensionen des Hoteldorfs. Seit kurzem liegt die Studie vor. Über die detaillierten Ergebnisse informiert der Emmetter Gemeindepräsident Valentino Tramonti noch nicht. «Zuerst wollen wir die Studie innerhalb des Gemeinderats analysieren und besprechen.» Man müsse jetzt alles frisch aufrollen und mit den Verhandlungen von vorne beginnen.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.