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Traumstart für Freunde der Kleinseilbahnen

Die Vereinsgründung 2017 brachte nicht nur einen kleinen Stein ins Rollen, sondern einen gewaltigen Felsbrocken. Zur ersten Generalversammlung zählt der Verein bereits 1252 Mitglieder.
Ruedi Wechsler
Der Vorstand der Freunde der Kleinseilbahnen (von links): Fabienne Huber, Elsbeth Flüeler, Präsident Paul Odermatt, Christof Schmitter und Gisela Jenni. (Bild: Ruedi Wechsler, Emmetten, 31. Mai 2018)

Der Vorstand der Freunde der Kleinseilbahnen (von links): Fabienne Huber, Elsbeth Flüeler, Präsident Paul Odermatt, Christof Schmitter und Gisela Jenni. (Bild: Ruedi Wechsler, Emmetten, 31. Mai 2018)

Vor drei Jahren kontaktierte Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhornbahn, Reto Canale und Elsbeth Flüeler wegen der Gründung eines Seilbahnverbandes. Nachdem dies über die Bühne gegangen war, wurde im Juni 2017 der Verein Freunde der Kleinseilbahnen Nidwalden ins Leben gerufen. Präsident Paul Odermatt aus Oberdorf spricht von einer riesigen Sympathiewelle: «Der Seilbahnverband ist nun nicht mehr alleine und erhält einen zusätzlichen Rückhalt.» Elsbeth Flüeler ergänzt, dass sie mit etwa 300 Mitgliedern in den ersten drei Jahren gerechnet hatten. Sie zeigt sich überrascht von der grossen Solidarität der Bevölkerung und der Seilbahnen gegenüber dem Verein.

Auf dem herrlichen Hochplateau Rotiflue oberhalb von Emmetten, begrüsste Präsident Paul Odermatt an Fronleichnam über 120 Mitglieder der Freunde der Kleinseilbahnen zur ersten Generalversammlung. «Der Medienrummel und das allgemeine Interesse nach der Vereinsgründung im vergangenen Jahr seien gigantisch gewesen», begann er seinen Jahresrückblick. Zusammen mit den Nidwaldner Wanderwege nutzte man die Vereinspräsentation-Plattform in Stans. Der Auftritt in der TV-Sendung «SRF bi de Lüt» im November in Stans bescherte dem Verein einen sprunghaften Anstieg der Mitglieder. Auch der Stand am Stanser Wienachtsmärcht sei ein voller Erfolg gewesen. Paul Odermatt dankte der Raiffeisenbank Nidwalden, den Spendern und Gönnern sowie allen Mitgliedern für die grosse finanzielle Unterstützung.

Expertengruppe bestimmt über Geldverwendung

Inzwischen zählt der Verein insgesamt 1252 Mitglieder. Kassier Christof Schmitter präsentierte erfreuliche Zahlen. Eine Grossspende von 150000 Franken liess das Vereinsvermögen auf 192000 Franken anwachsen und das innerhalb von nur sechs Monaten. Die Versammlung genehmigte die Rechnung einstimmig.

Wer bestimmt, wo das Geld investiert wird? Zu dieser Frage sagte Elsbeth Flüeler, das sei weder der Seilbahnverband noch der Verein der Kleinseilbahnen. «Wir bestimmen eine externe Expertengruppe, die vom Seilbahnverband eng begleitet wird. Diese Gruppe gibt dann Empfehlungen ab, wo das Geld am besten eingesetzt werden kann.» Die definitive Lösung sei erst im nächsten Jahr zu erwarten.

Beitrag an die Spies- Sinsgäu-Bahn gesprochen

Der Präsident des Seilbahnverbands, Ueli Schmitter, präsentierte das Projekt «Modulare Steuerung» der Seilbahn Spies-Sinsgäu in Oberrickenbach und stellte der Versammlung zugleich einen Antrag über eine Beteiligung von 100000 Franken, der einstimmig angenommen wurde.

Maschinenbauer und Seilbahnforscher Reto Canale, der die beiden Vereine beratend begleitet, zeichnet eine rosige Zukunft für die hiesigen Seilbahnen. Der grosse Zuspruch der über 1200 Mitglieder gebe eine moralische Unterstützung. «Die 850 Luftseilbahnen in der Schweiz transportieren jährlich 250 Millionen Personen und es gibt im Durchschnitt nicht mal zehn Verletzte und weniger als einen tödlichen Unfall pro Jahr. Die Sicherheit steht auch in Zukunft über allem.»

Der gesprochene Beitrag für die Spies-Sinsgäu-Bahn erzeuge eine grosse Signalwirkung und entlaste die Seilbahn künftig finanziell massiv, meinte Reto Canale abschliessend.

Ab sofort kann beim Verein Freunde der Kleinseilbahnen der «Bähnli-Pass» bezogen werden. Benutzt man mindestens 18 Mal die im Pass aufgeführten Bahnen, winkt an der nächsten GV eine Vereins-Jacke.

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