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Trinkwasserleitung nach Kehrsiten im See kommt später

Künftig wird der Ortsteil Kehrsiten mit Trinkwasser von Stansstad versorgt. Doch die Planungsarbeiten haben sich verzögert – auch wegen einer anderen Vorgehensweise. Das dürfte vor allem die Gartenbesitzer freuen.
Matthias Piazza
Kehrsiten soll über eine Leitung im See mit Trinkwasser beliefert werden. (Bild: Robert Hess)

Kehrsiten soll über eine Leitung im See mit Trinkwasser beliefert werden. (Bild: Robert Hess)

Aus den Hahnen in Kehrsiten sprudelt statt Seewasser bald einmal Quellwasser vom Stansstader Leitungsnetz. Die Stansstader haben an der Gemeindeversammlung im vergangenen Frühling einem Kredit von 1,4 Millionen Franken für eine Seewasserleitung zwischen Stansstad und Kehrsiten zugestimmt. Eine rund drei Kilometer lange Rohrleitung wird etwa 700 Meter vom Ufer entfernt verlegt, um Rutschungen im Seebereich zu umgehen. Sie verläuft damit entlang der bestehenden Abwasserleitung.

Mit dieser Wasserleitung durch den See, die auch den Steinbruch Zingel der Firma Holcim AG mit Trinkwasser beliefert, soll der Ortsteil Kehrsiten mit seinen rund 250 Haushaltungen wieder zuverlässig mit Trinkwasser versorgt werden.

Auch Systemänderung kostete zusätzlich Zeit

Ursprünglich hätten die Bauarbeiten im vergangenen Herbst starten sollen. «Die Vorbereitungsarbeiten verzögerten sich. Weil uns ein betroffener Parzellenbesitzer kein Durchleitungsrecht gab, mussten wir die Linienführung teilweise neu planen», sagt Gemeindepräsident Beat Plüss dazu. Auch eine Systemänderung nahm zusätzlich Planungszeit in Anspruch. Für den letzten Abschnitt der Wasserleitung an Land wird nicht wie ursprünglich vorgesehen ein Graben ausgehoben. Stattdessen frisst sich ein ferngesteuerter Bohrer mit einem Durchmesser von rund 15 Zentimetern durch das Erdreich. Auf dem «Rückweg» zieht er das Rohr ein. «Die Bohrung hat den grossen Vorteil, dass wir keine Gärten ausbaggern müssen und die Wassertrübung minimal sein wird.»

Bis Ende April will die Gemeinde die Aufträge vergeben haben. Um die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stark zu beeinträchtigen, werden die Bauarbeiten allerdings erst im kommenden Winter starten. In rund einem Jahr wird das Wasser durch die Leitungen fliessen.

Versorgungssicherheit wäre nicht mehr gewährleistet

Beat Plüss spricht von der versorgungs- und betriebstechnisch besten Lösung mit einem zusammenhängenden Wasserversorgungsnetz in Stansstad und einer zentralen Steuerungsanlage. Eine neue Lösung habe sich aufgedrängt. «Die Anlage mit dem Filterbrunnen in Kehrsiten ist in die Jahre gekommen. Damit ist die Versorgungssicherheit nicht mehr zu 100 Prozent sichergestellt», erklärt er. «Fällt die Anlage aus irgendeinem Grund aus, müsste Wasser mit Zisternenwagen von Stansstad nach Kehrsiten transportiert werden», gibt er zu bedenken.

Die bestehende Anlage bleibt als zweites Standbein in Betrieb. Sie wird für 115'000 Franken modernisiert.

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