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Trockenheit trägt dem Stanser Gärtnerverein eine Rekordernte ein

Der trockene Sommer sorgte beim Familiengärtnerverein Stans für eine Rekordernte, forderte aber auch Schweiss. Um die 5000 Quadratmeter grosse Gartenanlage zu bewässern, mussten die Gärtner viel Wasser tragen.
Richard Greuter
Urs Fallegger in seinem Garten beim Schwybogen Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (10. Oktober 2018))

Urs Fallegger in seinem Garten beim Schwybogen Stans. (Bild: Corinne Glanzmann (10. Oktober 2018))

Auch wenn es auf dem Areal des Familiengärtnervereins Stans hinter dem alten Schützenhaus momentan langsam ruhiger wird; der trockene Sommer bleibt den Familiengärtnern noch länger in Erinnerung. «Wir haben viel Wasser getragen», sagt Urs Fallegger, Vorstandsmitglied beim Familiengärtnerverein Stans. Auch der 70-jährige Hans Tresch, der seit 46 Jahren seinen Garten pflegt, musste sein 300-Liter-Fass mehrere Male nachfüllen. Denn für den Hobbygärtner ist klar: Wer heuer eine gute Ernte wollte, musste den Garten genügend bewässern. Erlaubt ist das primär mit der Giesskanne.

Urs Fallegger weist darauf hin, dass auf der 5000 Quadratmeter grossen Gartenanlage einige Wasserstellen installiert sind, die Verwendung von Sprinkleranlagen aber nicht erlaubt ist. Dies ergebe auch keinen Sinn: «Man braucht viel Wasser und es ist dann nicht da, wo man es haben will.» Gleicher Meinung ist auch Hans Tresch: «Wichtig ist, dass man unten am Boden netzt. Vor allem südländisches Gemüse mag einen heissen Kopf und nasse Füsse», so der ehemalige Briefträger.

«Man muss immer dran bleiben»

Mit der Ernte sind die Familiengärtner mehr als zufrieden. Vor allem Tomaten, Peperoni und Zucchetti hätten von den heissen Temperaturen profitiert. «So grosse Gurken wie in diesem Jahr hatte ich noch nie», lobt Meinrad Murer (72), der seit 18 Jahren Hobbygärtner ist. Auch der Blumenkohl gedieh sehr gut, fügt der ehemalige Postauto-Chauffeur an. Des Lobes voll ist auch Hans Tresch: «140 Kilogramm Gemüse habe ich in diesem Jahr geerntet.» Der begeisterte Hobbygärtner zeigt eine Liste mit fast 30 verschiedenen Gemüsesorten, die er in diesem Jahr pflanzte. Darunter auch unbekanntere Sorten wie Visalis, Aronia, Federkohl und Schwarzwurzeln.

Für die meisten der 47 Gärtner ist die Pflege des Gartens eine Freizeitbeschäftigung. Auch für Meinrad Murer und Hans Tresch war es früher ein Ausgleich zum Beruf. «Heute nehme ich es etwas ruhiger und kann mich auch mal hinsetzen, wenn ich müde bin», sagt Meinrad Murer. Doch in der Sommerhitze schoss nicht nur das Gemüse in die Höhe, sondern auch das Unkraut. «Man muss immer dran bleiben», erklärt Hans Tresch, weist aber gleichzeitig auch darauf hin, dass mit dem Hacken nicht nur das Unkraut bekämpft, sondern auch der Boden locker gehalten wird.

Hans Tresch (links) und Meinrad Murer beim Blumenschneiden. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 10. Oktober 2018))

Hans Tresch (links) und Meinrad Murer beim Blumenschneiden. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 10. Oktober 2018))

Generell wird auf dem Areal des Familiengärtnervereins Stans Gemüse angepflanzt. Die Hobbygärtner dürfen alles anbauen, aber keinen Rasen anlegen. Blumenbeete sind möglich, so Fallegger. Und weiter: «Es darf auch nichts Bewohnbares erstellt werden.» Dies führt dazu, dass sich die Gartenfreunde nach der Gartenarbeit zu einem Feierabendbier beim Vereinslokal treffen. Bei den 47 Gärtnern aus sieben verschiedenen Nationen kommen viele Tipps zusammen. Einige, die in die Ferien reisen, bringen Samen aus ihrer früheren Heimat mit. Neben der Geselligkeit wird aber natürlich auch gefachsimpelt.

Kürzere Wartezeiten als früher

In den letzten Jahren seien vermehrt wieder Familien Mitglieder geworden, berichtet Fallegger. Früher musste man vier bis fünf Jahre warten, bis man eine Gartenfläche erhielt. Heute geht es etwas schneller. «In der Regel sind die Wartezeiten eher kürzer geworden», fasst Fallegger zusammen. «Die meisten hören altershalber auf, oder ziehen von Stans weg.»

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