Trotz Corona: So erhalten Nidwaldner Maturanden und Lehrabsolventen ihre Zeugnisse

Die Massnahmen gegen die Coronapandemie lassen im Kanton Nidwalden keine grosse Abschlussfeier zu. Während den Maturanden eine «bescheidene, aber würdige» Zeremonie bevorsteht, ist ein alternativer Anlass bei den Lehrabsolventen nicht möglich.

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(stp) Die Abschlusszeremonie für die Maturanden des Kollegiums St. Fidelis findet statt – wegen der Coronapandemie allerdings in einem kleineren Rahmen. Die Behörden hätten entschieden, «eine würdige Abschlusszeremonie» zu organisieren, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.

Vor einem Jahr konnte der Bildungsdirektor noch Hände schütteln: Res Schmid (links) übergibt Bettina Würsch das Fähigkeitszeugnis zur Landwirtin.

Vor einem Jahr konnte der Bildungsdirektor noch Hände schütteln: Res Schmid (links) übergibt Bettina Würsch das Fähigkeitszeugnis zur Landwirtin.

Bild: Edi Ettlin, Stans,
6. Juli 2019

Allerdings müsse diese aufgrund der Auflagen «bescheiden» stattfinden. Geplant ist, die Übergabe der Maturitätszeugnisse im Theatersaal klassenweise und unter Einhaltung der nach wie vor geltenden Hygiene- und Abstandsregeln durchzuführen. Anwesend seien dabei lediglich die jeweilige Klassenlehrperson, der Bildungsdirektor, der Präsident der Maturitätskommission, der Rektor, der Festredner sowie die Präsidenten des Vereins der Freunde des Kollegiums und der Schindler Kulturstiftung, die auch dieses Jahr die besten Abschlüsse und Maturaarbeiten auszeichnen.

Die Übergabe der Zeugnisse an die Absolventinnen und Absolventen, die in diesen Tagen die schriftliche Prüfung ablegen, übernimmt Bildungsdirektor Res Schmid. Sie wird umrahmt von kurzen musikalischen Sequenzen. Schmid bedauert die ausserordentlichen Umstände: «Auch wenn ich dieses Jahr auf den Händedruck verzichten muss, ist es mir ein Anliegen, den erfolgreichen Maturandinnen und Maturanden meine Wertschätzung für die erbrachte Leistung zum Ausdruck zu bringen», wird er in der Mitteilung zitiert. Natürlich gelte das nicht weniger für die erfolgreichen Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger. Schmid betont:

«Ich bedaure ausserordentlich, dass ein solches Vorgehen bei den jungen Berufsleuten dieses Jahr aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist.»

Aufgrund der Schutzmassnahmen finden die Lehrabschlussprüfungen dieses Jahr zeitlich stark verzögert statt. Gemäss nationaler Regelung könnten die Resultate erst am 17. Juli eintreffen und deren Verarbeitung sich bis Ende Juli hinziehen. «Es ist schlicht unklar, wann die Resultate in den einzelnen Berufen vorliegen werden», sagt Res Schmid. Zudem besucht die Mehrheit der jungen Berufsleute – im Gegensatz zu Kollegischülerinnen und Kollegischülern – eine ausserkantonale Berufsfachschule, sodass eine klassenweise Übergabe von bereits vorhandenen Resultaten aus organisatorischer Sicht nicht durchführbar ist.

Auch mit der Abschlussfeier des Kollegiums St. Fidelis hatte eigentlich niemand mehr gerechnet. Noch am 11. Mai teilten die Behörden mit, dass die Zeremonie abgesagt sei. Aufgrund der Lockerung sei jetzt jedoch eine Feier in einem klar definiertem Rahmen möglich, heisst in der Mitteilung weiter.

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