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Kolumne

Über das Wetter natürlich …

Karl Tschopp macht sich in seinem Ich meinti Gedanken über das Thema Nummer 1 in diesen Tagen.
Karl Tschopp
Karl Tschopp. (Bild: PD)

Karl Tschopp. (Bild: PD)

Aus aktuellem Anlass muss ich ja wieder über das Thema «Le soleil brille» schreiben. Was diese Sonne aktuell seit Tagen vollbringt, ist ja fast unerträglich. Der Sommerbeginn war jedenfalls eine Punktlandung. Ein Problem ist aber die Hitzewelle, die einem doch tatsächlich zu schaffen machen kann. Wie löst man das jetzt? Hitzefrei gibt es grundsätzlich nicht. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, aufgrund von heissem Wetter nicht arbeiten zu dürfen.

Immerhin gibt es viele Ideen und Massnahmen, das Arbeiten in der Hitze zu erleichtern, mehr aber nicht. Genug trinken, direkte Sonne und Anstrengungen so gut als möglich vermeiden und die Wohnung kühl halten, das sind die aktuellen Weisheiten der Hitzewarnungen.

Ein Problem sei diese Hitze zum Beispiel auch an den öffentlichen Schulen. Es gibt sicher bald Schüler- oder Lehrerstreiks oder gar politische Vorstösse für die Einführung von drei Monaten Schulsommerferien von Juni bis August. Viele fahren dann in den Süden in die Sommerferien. Eigentlich grotesk. Für viele südlich liegende Weltregionen wäre ein aktueller Hitzetag bei uns gerade einmal ein trockener angenehmer Tag im Vergleich zum eigenen Sommerklima. Um die 40 Grad bei 95 Prozent Luftfeuchtigkeit sind zum Beispiel in weiten Teilen von China die Regel. Auch in den USA gibt es Gegenden, wo das Thermometer nachts kaum unter 30 Grad sinkt und die Hausmauern mittags so viel Hitze abstrahlen wie ein Backofen. Das Ganze wochenlang ohne Unterbruch.

Es ist nicht der erste Sommer, der so verläuft wie die aktuellen Sommertage. Das gilt auch für viele andere mitteleuropäischen Länder. Einige Rekordsommer haben wir schon hinter uns, und das bereits 1934, 1958, 1963, 1975, 1983, 1989, 2003. Teilweise gab es auch nicht nur in diesen extremen Jahren Sommerjahre mit wochenlang über 30 Grad. Es hat aber auch schon Sommer gegeben in der Vergangenheit, da regnete es fast den ganzen Juli bei zwölf Grad. Es hat Sommer gegeben, da konnte man kaum je ohne Jacke ausgehen. Das war dann auch wieder nicht recht.

Ich meinti, auffallend sind nicht wirklich die heissen Tage, sondern die Niederschläge – und zwar die Verteilung. Seit 2010 sind die Jahre im Durchschnitt zu trocken. Im Zeitraum von Juli bis Februar regnete es in der Regel durchschnittlich zu wenig. Wenn dann doch einmal der Regen fiel, dann waren es oft gewaltige Mengen. Starkregen mit den Folgen von Überschwemmungen und Erdrutschen treten fast häufiger auf, als problematische Hitzetage. Den angenehmen lieblichen Sommer, am Tag einfach nur schön und warm und in der Nacht gut gekühlt zum Schlafen, der Regen pünktlich wie bestellt für Kulturland und genügend Grund- und Trinkwasser gibt es zwar auch immer noch, nur im Abonnement bestellen kann man das nicht.

Karl Tschopp, Rechtsanwalt, Stans, äussert sich abwechselnd mit anderen Autoren zu einem selbst gewählten Thema.

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