ÜRTEKORPORATION STANSSTAD: Das Abwasser bringt die Wärme in die Stube

Auch das ARA-Abwasser kann noch gebraucht werden – zum Heizen. Die Ürtekorporation machts vor.

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Mit dem Abwasser der ARA könnten theoretisch bis zu 400 Wohnungen im Gebiet Seehof geheizt werden. (Bild pd)

Mit dem Abwasser der ARA könnten theoretisch bis zu 400 Wohnungen im Gebiet Seehof geheizt werden. (Bild pd)

Die Mitglieder der Ürtekorporation Stansstad setzen auf Fernwärme. Vergangenen Freitag sprachen sie sich einstimmig für das Fernwärmeprojekt aus. Dieses beinhaltet, die Neuüberbauung Seehof (rund 90 Mietwohnungen und 16 Eigentumswohnungen) und das Wohngebiet am Alpnachersee mit geklärtem Abwasser der nahen Kläranlage Rotzwinkel zu beheizen.

Nun geht es ans Umsetzen. Die Ürtegemeinde beschloss, dies in die Hände eines so genannten Contractors zu geben. Er wird das rund 4 Kilometer lange Fernwärmenetz aufbauen, betreiben und auch die Investitionskosten von rund 5 bis 6 Millionen Franken tragen. Im Gegenzug erhebt der Contractor aufgrund der Kosten aus Investition und Betrieb die Gebühren für die Wärmelieferung.

Bis Ende Jahr sollten die Abklärungen mit dem Contractor, der ARA und dem kantonalen Amt für Umweltschutz über die Bühne gegangen sein. Im Frühling 2009 sollen die Interessenten einen Vertragsentwurf bekommen. Im Herbst 2009 sollte mit den Bauarbeiten begonnen werden und die Anlage im Herbst 2010 ans «Netz» gehen.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.