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Unfall auf der A2 bei Hergiswil: Autofahrer hatte «Glück, dass er überlebte»

Das Verkehrschaos vom Donnerstagabend begann im Kirchenwaldtunnel der A2 in Fahrtrichtung Süden: Ein Autolenker prallte in eine Wand und schwebt auch am Tag danach noch in Lebensgefahr. Die Staus reichten wegen dieses Unfalls bis nach Sempach und Rotkreuz zurück.
Matthias Piazza
Das Auto des 75-jährigen Fahrers – ein Wrack. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Das Auto des 75-jährigen Fahrers – ein Wrack. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Noch lebhaft bleibt vielen Autofahrern das grosse Verkehrschaos vom Dienstagabend im Sarneraatal und im Raum Luzern in Erinnerung, ausgelöst durch einen umgeknickten Signalisationsmasten auf der A2 vor dem Tunnel Spier bei Horw in Fahrtrichtung Norden. Am Donnerstagabend brach dann der Verkehr erneut zusammen, wegen eines Unfalls im Kirchenwaldtunnel in Hergiswil. Staus gab es bis nach Sempach und in Richtung Zug zurück.

Am Freitag gab die Kantonspolizei Nidwalden dann Details zu diesem Unfall bekannt. Ein 75-jähriger Schweizer (nicht aus der Zentralschweiz) kollidierte mit dem Auto um etwa 16.15 Uhr frontal mit der Stirnwand der ersten Nische kurz nach der Einfahrt in den Kirchenwaldtunnel in Fahrtrichtung Süden. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto zurück auf die Fahrbahn geschleudert, wo es schliesslich auf dem Überholstreifen zum Stillstand kam. Der Schwerverletzte musste durch den Rettungsdienst und die Stützpunktfeuerwehr Stans aus dem Auto geborgen und ins Spital gebracht werden.

Der Lenker verletzte sich lebensbedrohlich. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Der Lenker verletzte sich lebensbedrohlich. (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Polizei spricht von Glück im Unglück

«Man kann von Glück reden, dass der Fahrer diesen schweren Aufprall überlebte und keine weiteren Verkehrsteilnehmer zu Schaden kamen», sagte auf Anfrage Lorenz Muhmenthaler, Chef der Nidwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei. Über den aktuellen Gesundheitszustand des Fahrers konnte er am Freitag nichts Genaueres sagen – ausser, dass er nach wie vor in Lebensgefahr schwebt. Auch zum genauen Unfallhergang gebe es noch keine weiteren Erkenntnisse.

A2 Rothenburg, Blickrichtung Luzern, Aufnahme von 18.09 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)A2 Rothenburg, Blickrichtung Luzern, Aufnahme von 18.09 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)
Stau auch am Kreisel Merkur in Horw Zentrum. (Bild: David von Moos)Stau auch am Kreisel Merkur in Horw Zentrum. (Bild: David von Moos)
Stau auch am Kreisel Merkur in Horw Zentrum. (Bild: David von Moos)Stau auch am Kreisel Merkur in Horw Zentrum. (Bild: David von Moos)
Blechlawine auch auf der Luzerner Allmend. (Bild: Janick Wetterwald)Blechlawine auch auf der Luzerner Allmend. (Bild: Janick Wetterwald)
In und um Luzern geht gegen 18.28Uhr fast nichts mehr. (Bild: Screenshot Google Maps)In und um Luzern geht gegen 18.28Uhr fast nichts mehr. (Bild: Screenshot Google Maps)
A8 Lopper Portal Süd, Blickrichtung Luzern. Aufnahme von 18.12 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)A8 Lopper Portal Süd, Blickrichtung Luzern. Aufnahme von 18.12 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)
A8 Lopper Portal Süd, Blickrichtung Alpnach, Aufnahme von 18.12 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)A8 Lopper Portal Süd, Blickrichtung Alpnach, Aufnahme von 18.12 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)
Pilatusplatz Luzern, Blickrichtung Obergrundstrasse, Aufnahme von 17.41 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)Pilatusplatz Luzern, Blickrichtung Obergrundstrasse, Aufnahme von 17.41 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)
Bahnhof Luzern, Blickrichtung Pilatusstrasse. (Bild: Luzernmobil.ch)Bahnhof Luzern, Blickrichtung Pilatusstrasse. (Bild: Luzernmobil.ch)
Bahnhof Luzern, Blickrichtung Zentralstrasse. (Bild: Luzernmobil.ch)Bahnhof Luzern, Blickrichtung Zentralstrasse. (Bild: Luzernmobil.ch)
Stau, wohin das Auge reicht: Die A2/A14 Verzweigung Rotsee in Blickrichtung Zug am Donnerstagabend. (Bild: Luzernmobil.ch)Stau, wohin das Auge reicht: Die A2/A14 Verzweigung Rotsee in Blickrichtung Zug am Donnerstagabend. (Bild: Luzernmobil.ch)
A8 Lopper Portal Süd, Blickrichtung Alpnach. (Bild: Luzernmobil.ch)A8 Lopper Portal Süd, Blickrichtung Alpnach. (Bild: Luzernmobil.ch)
A2/A14 Verzweigung Rotsee, Blickrichtung Luzern. Aufnahme von 17.37 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)A2/A14 Verzweigung Rotsee, Blickrichtung Luzern. Aufnahme von 17.37 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)
Stadtanschluss Luzern Zentrum, Blickrichtung Luzern. Aufnahme von 17.42 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)Stadtanschluss Luzern Zentrum, Blickrichtung Luzern. Aufnahme von 17.42 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)
A2 Emmen Süd, Blickrichtung Luzern. Aufnahme von 17.42 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)A2 Emmen Süd, Blickrichtung Luzern. Aufnahme von 17.42 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)
A2 Luzern-Kriens, Blickrichtung Basel. Aufnahme von 17.42 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)A2 Luzern-Kriens, Blickrichtung Basel. Aufnahme von 17.42 Uhr. (Bild: Luzernmobil.ch)
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A2-Unfall legt Feierabendverkehr lahm

Rund zweieinhalb Stunden lang war der Kirchenwaldtunnel in Fahrtrichtung Süden gesperrt. «Die Bergung des Schwerverletzten und des Autos nach diesem heftigen Aufprall mit anschliessender Unfallaufnahme und Reinigung war eben sehr aufwendig», sagte Lorenz Muhmenthaler dazu. Aus seiner Sicht haben die Einsatzkräfte dieses Ereignis sehr gut bewältigt – auch dank der Verkehrsteilnehmer, die grundsätzlich eine gute Rettungsgasse gebildet hätten.

Keine Durchsagen im Tunnel gemacht

Die Autofahrer wurden über die Verkehrsmeldungen im Radio über die Verkehrsbehinderungen laufend informiert. Auf zusätzliche Durchsagen über die Radiofrequenz im Tunnel habe man verzichtet, da die meisten Autofahrer in der Galerie oder im Freien standen, wo eine Tunneldurchsage nicht möglich gewesen wäre, begründete Lorenz Muhmenthaler.

Die vielen Staus in den letzten Monaten dürften wohl manche Autofahrer ziemlich Nerven gekostet haben. Doch Stau sei eben nicht gleich Stau. Muhmenthaler sagt aus Erfahrung:

«Wenn wegen Verkehrsüberlastung nichts mehr geht, reagieren die Autofahrer eher genervt. Bei einem schweren Verkehrsunfall zeigen sie hingegen Verständnis für die Verkehrsbehinderungen.»

Über zwei Stunden im Verkehr stecken zu bleiben, kann einem wie eine Ewigkeit vorkommen, besonders, wenn die Blase drückt. Trotzdem soll man gemäss Lorenz Muhmenthaler im oder wenigstens beim Auto bleiben, um sofort weiterfahren zu können, wenn es wieder vorwärtsgeht.

Das rät das Bundesamt für Verkehr bei Staus

Auf der Autobahn die Warnblinkanlage einschalten, langsam bremsen, um ein Auffahren des rückwärtigen Fahrzeugs zu vermeiden.

Beim Auffahren auf den Stau genügend Sicherheitsabstand einhalten.
Bei einem stillstehenden Stau den Motor abstellen. In einem Tunnel erhält dies den Sauerstoffgehalt der Luft.

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