UNFALLSTATISTIK: Markant weniger Unfälle in Nidwalden

2012 sind im Kanton Nidwalden 212 Unfälle mit 2 Todesopfern und 86 Verletzten registriert worden. Damit ist die Zahl der Unfälle im Vergleich zum Vorjahr markant und jene der Verletzten leicht zurückgegangen.

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Ein Auto nach einem Unfall bei Buochs. (Bild: Kapo Nidwalden)

Ein Auto nach einem Unfall bei Buochs. (Bild: Kapo Nidwalden)

Gegenüber dem Jahr 2011 mussten rund 13.5 Prozent weniger Unfälle registriert werden. Das sind insgesamt 33 an der Zahl.

Nachdem gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Nidwalden in den Jahren 2010 und 2011 keine Todesopfer beklagt werden mussten, wird im Jahre 2012 diese positive Bilanz getrübt. Eine Fahrzeuglenkerin und ein Fussgänger erlitten bei schweren Verkehrsunfällen tödliche Verletzungen. Gesamthaft wurden 86 Personen verletzt, was gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 91 auf 86 bedeutet. 17 (-1) Personen wurden schwer und 69 (-4) leicht verletzt.

Leicht weniger Unfälle unter Alkoholeinfluss

In 33 Fällen war das Missachten des Vortritts und in 29 Fällen Unaufmerksamkeit und Ablenkung die Unfallursache. Die Zahl der Unfallbeteiligten, welche unter Alkoholeinfluss standen, nahm von 25 auf 22 ab. 3 Lenker standen unter Drogen- oder Medikamenten-Einfluss.

In 30 Fällen war das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassen-, Sicht- und Verkehrsverhältnisse und das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit die Ursache.

Weniger Fussgänger beteiligt

Gegenüber dem Vorjahr waren 4 Fussgänger weniger an Unfällen beteiligt (7). 2 Unfälle ereigneten sich auf und 5 ausserhalb von Fussgängerstreifen. Die Unfälle auf dem Fussgängerstreifen forderten 2 Leichtverletzte. Neben Fussgängerstreifen erlitt 1 Fussgänger tödliche, 1 Fussgänger schwere und 3 Fussgänger leichte Verletzungen.

In der «Rushhour» wirds gefährlich

Im Dezember wurden mit 26 am meisten und im Februar mit 9 am wenigsten Unfälle registriert. Unfallträchtigster Wochentag war der Freitag mit 37 Unfällen. Zwischen 11 und 12 Uhr sowie zwischen17 und 18 Uhr ereigneten sich die meisten Unfälle (je 24).

Deutlich weniger Unfälle in Stans

In 6 Gemeinden waren Abnahmen von 2 bis 22 Unfällen zu verzeichnen. Zunahmen zwischen 1 und 3 Unfällen registrierte man in den Gemeinden Buochs, Dallenwil, Hergiswil, Oberdorf und Stansstad. Erwähnenswert ist, dass sich in Stans die Unfälle von 80 auf 58 reduzierten. Nach wie vor geschehen aber in den Gemeinden Stans und Hergiswil die meisten Unfälle.

Mit 9 Unfällen war der Verbindungstunnel A8/A2 in Hergiswil die unfallträchtigste Stelle. Weitere Unfallschwerpunkte mit je 5 Unfällen waren der Bereich der A2, Lärmschutz-Galerie Stansstad Richtung Norden und der Bereich rund um den Kreisel Kreuzstrasse.

106 Unfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr innerorts und 106 ausserorts inklusive Autobahn.

pd/bep