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UNIHOCKEY: Eine Sekunde fehlt zum Ausgleich

Power Wave Buochs kommt nicht vom Fleck. Auch das 2.-Liga-Derby gegen Ad Astra Sarnen II verlieren die Nidwaldner mit 3:4. Der unbefriedigende Saisonstart ist allerdings keine Überraschung.
Der Buochser Frank Peter (links) versucht, sich vom Sarner Fabian Barmettler zu lösen. Rechts: der Buochser Silvan Loser. (Bild: Corinne Glanzmann (Buochs, 14. Januar 2018))

Der Buochser Frank Peter (links) versucht, sich vom Sarner Fabian Barmettler zu lösen. Rechts: der Buochser Silvan Loser. (Bild: Corinne Glanzmann (Buochs, 14. Januar 2018))

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Frustrierender hätte die neue Saison für Power Wave Buochs nicht beginnen können. Nach dem letztjährigen 6. Rang wollte das Team um den neuen Trainer Pascal Petermann einen weiteren Schritt nach vorne machen. Doch in der dritten 2.-Liga-Saison ging so alles daneben, was daneben gehen konnte. Dass es der Mannschaft nicht so gut läuft, war für den 27-jährigen, während des Spiels sehr emotional mitgehenden Trainer, voraussehbar. Zum einen steckt das Team in einem Neuaufbau. Gleich fünf bestandene Spieler hörten auf. Zum anderen sind die jungen, ehrgeizigen Akteure noch nicht so weit, um «den Karren reissen zu können».

Die brutale Realität: Lange zwölf Runden mussten die Nidwaldner warten, bis endlich der erste Punkt erobert werden konnte. Nicht gegen irgendeinen Gegner aus der «hinteren Region», sondern ausgerechnet gegen den Leader UHC Elch Wangen-Brüttisellen, dem man in der Verlängerung mit 7:8 unterlag. Ein Aufsteller oder blosser Zufall? «Der Aufsteller trifft eher zu», meinte der neue Trainer Pascal Petermann. «Denn in den letzten vier Partien stellte ich einen Aufwärtstrend fest, der es meinem Team ermöglichen sollte, bald einen erfolgreicheren Weg einzuschlagen.» Wegen diesem Umbruch wurde denn auch das ­Saisonziel eher bescheiden angesetzt. «Zusammen mit meinen willigen Spielern hat die Erarbeitung des neuen Spielsystems für mich Vorrang. Und als Minimalziel wollen wir den Ligaerhalt schaffen», setzt der Trainer die Prioritäten. Und doppelt nach: «Wir wollen parat sein, wenn es dann in der Auf-/Abstiegsrunde (kein direkter Absteiger nach der Qualifikation) um die Wurst geht.»

Fehlende Ruhe im Spielaufbau

Im Derby gegen die Reserven von Ad Astra Sarnen hatten die Buochser mit demjenigen Momentum zu kämpfen, welches die Petermann-Truppe «wie ein roter Faden» im bisherigen Verlauf der Meisterschaft begleitete: das fehlende Schlachtenglück. Nach dem ausgeglichenen ersten und einem zweiten von Buochs dominierten Drittel (je 1:1) zogen die routinierteren Sarner auf 4:2 davon, ehe der sehr gut spielende Marco Scheuber in Überzahl der 3:4-Anschlusstreffer (55.) gelang. In den hektischen Schlussminuten setzte Buochs alles auf eine Karte und traf auch ins Netz hinter dem ehemaligen Ad-­Astra-Faniongoalie Matthias Britschgi. Doch die Schlusssirene ertönte eine Sekunde zu früh. «Es ist schon zermürbend, wenn man nach einem so guten Auftritt wieder mit leeren Händen dasteht», litt der Trainer mit seinen Spielern.

Dass dieses Derby für den Gast aus Obwalden zu keinem Zuckerschlecken wird, hat Trainer Roland Aregger erwartet. Und dass dieser Sieg glücklich ausfiel, kann er nicht verneinen. «Wir haben schon gegen schwächere Gegner als die unangenehmen Buochser gespielt», windet er den Nidwaldnern indirekt ein Kränzchen. Übers ganze Spiel gesehen haben die Sarner Gäste diesen knappen Sieg nicht gestohlen. Sie waren technisch besser, routinierter und spielten vor allem viel weniger hektisch als die teils übermotivierten Buochser. Trainer Pascal Petermann selbstkritisch: «Ja, an der fehlenden Ruhe in unserem Spielaufbau müssen wir noch arbeiten.» Trotz diesem erneut glücklosen Auftritt seiner Buochser gibt sich der 17-jährige Marco Scheuber gelassen. «Die Stimmung in der Halle war sensationell. Obwohl wir das Glück wieder nicht auf unserer Seite hatten, erlebte ich einen wirklich coolen Derbymatch. So macht’s Spass. Auch wenn man Tabellenletzter ist.»

Männer, 2. Liga

Männer, 2. Liga. Grossfeld, Gruppe 3: Buochs – Ad Astra Sarnen 3:4. Eschenbach – Wangen-Brüttisellen 7:5 (2:1, 4:0, 1:4). Mendrisiotto – Weggis-Küssnacht 5:4. Hünenberg – Grasshoppers 10:6. Uri – Dübendorf 11:6. – Rangliste (alle 14 Spiele): 1. Wangen-Brüttisellen 31. 2. Dübendorf 30. 3. Hünenberg 30. 4. Uri 29. 5. Eschenbach 27. 6. Sarnen 24. 7. Grasshoppers 23. 8. Mendrisiotto Ligornetto 9. 9. Weggis-Küssnacht 6. 10. Buochs 1.

Buochs – Ad Astra Sarnen 3:4 (1:1, 1:1, 1:2)

Breitli. – 80 Zuschauer. – SR Bachmann/Fuhrer. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Buochs; 4-mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen. – Tore: 12. Berlinger 1:0. 20. Schürmann 1:1. 23. Berlinger 2:1. 30. Von Wyl 2:2. 46. Christen 2:3. 50. Abächerli 2:4. 55. Scheuber 3:4.

Power Wave Buochs: Niederberger/Tramonti (Ersatzgoalie); Bruno Barmettler, Mathis, Frank, Loser, Franco Barmettler, Aschwanden, Berlinger, Marcel Herger, Remo Herger, Hug, Käslin, Kraut, Odermatt, Röthlisberger, von Moos, Benjamin Wanzenried, Scheuber.

Ad Astra Sarnen: Bucheli; Sandro Abächerli, Küng, Durrer, von Wyl, Schäli; Reber, Von Rotz, Fabian Barmettler, Lengen, Isler, Schürmann, Furrer, Martin Odermatt, Christen, Huser, Isler, Luca Abächerli.

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