UNTERNEHMENSSTEUERREFORM III: Regierungsrat hält Nidwalden für international konkurrenzfähig

Sagt das Schweizer Stimmvolk am 12. Februar Ja zur Unternehmenssteuerreform III, muss auch Nidwalden sein Steuergesetz anpassen. Grosse Korrekturen erwartet der Regierungsrat nicht. Er sieht den Kanton bei den Firmengewinnsteuern bereits heute für international konkurrenzfähig.

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Der Nidwaldner Finanzdirektor Alfred Bossard unterstützt die Unternehmenssteuerrefurm III. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Stans, 5. April 2016))

Der Nidwaldner Finanzdirektor Alfred Bossard unterstützt die Unternehmenssteuerrefurm III. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Stans, 5. April 2016))

Am 12. Februar wird auf eidgenössischer Ebene über die Unternehmenssteuerreform III (USR III) abgestimmt. Aufgrund der Bedeutung der USR III für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schweiz steht der Nidwaldner Regierungsrat geschlossen hinter dieser Reform, wie einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Nidwalden vom Donnerstag zu entnehmen ist. Der Regierungsrat empfiehlt daher, der USR III zuzustimmen und das Referendum entsprechend abzulehnen.

Im Falle einer Zustimmung zur Vorlage gilt es, anschliessend die Eckwerte festzulegen und die notwendigen gesetzlichen Anpassungen in der Steuergesetzgebung des Kantons Nidwalden vorzunehmen. So würde laut Medienmitteilung voraussichtlich im Sommer 2017 eine entsprechende kantonale Vorlage in die Vernehmlassung gehen. Die Teilrevision der kantonalen Steuergesetzgebung würde dann per 1. Januar 2019, gleichzeitig mit der USR III auf Bundesebene, in Kraft treten.

Dank der Steuerpolitik des Kantons verfügt Nidwalden bereits heute über eine Netto-Gewinnsteuerbelastung von 12,66 Prozent. Damit ist Nidwalden nicht nur national, sondern international konkurrenzfähig. Wenn durch die Massnahmen und Folgen, die sich aus der USR III ergeben, wichtige internationale Gesellschaften ihren heutigen Standort in Nidwalden beibehalten, sind  nach Angaben der Regierung weder für Kanton, Gemeinden noch Landeskirchen steuerliche Einbussen zu erwarten. Somit seien auch keine Umwälzungen möglicher Steuerausfälle auf die privaten Steuerzahler zu befürchten.

pd/zim