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Unterwaldner beeindrucken am Musikfest

Die Premiere des 1. Innerschweizer Musikfestes ist vollumfänglich geglückt. Die Musikkorps aus Ob- und Nidwalden zeigten dabei eindrückliche Leistungen.
Kurt Liembd
Die Jury beurteilt den Musikverein Buochs am 1. Zentralschweizer Musikfest. (Bild: Philipp Schmidli, Hergiswil, 15. Juni 2019)

Die Jury beurteilt den Musikverein Buochs am 1. Zentralschweizer Musikfest. (Bild: Philipp Schmidli, Hergiswil, 15. Juni 2019)

«Wir sind rundum zufrieden und natürlich auch stolz auf das, was wir in Hergiswil auf die Beine gestellt haben», sagte am Sonntagabend ein sichtlich glücklicher Hans Wicki, OK-Präsident der Musikfest-Premiere. Die Besucherzahl wurde mit 6'000 Personen gar übertroffen. Auf dem Festgelände herrschte während dreier Tage eine volksnahe Stimmung und in den Konzertsälen eine würdig und prickelnde Ambiance.

Musikalischer Höhepunkt bildete der Auftritt der Feldmusik Sarnen, die ein einstündiges Galakonzert bot. Es war ein richtiger Entscheid, dass die Sarner nicht am Wettbewerb teilnahmen, denn sie wären in ihrer Kategorie (Höchstklasse Harmonie) die einzige Formation gewesen, was für eine Bewertung kaum Sinn gemacht hätte. Ihre überragende Qualität konnte die Feldmusik auch so beweisen. Die Aula war zum Bersten voll, sodass selbst ältere Leute auf den Treppen und auf dem Boden Platz nehmen mussten. Die Feldmusik unter der Leitung von Sandro Blank (33) präsentierte Unterhaltungsmusik auf höchsten Niveau, so Gershwins symphonisches Gedicht «Ein Amerikaner in Paris», Musik zu Chaplin-Filmen oder Stephan Jaeggis unsterblicher Obwaldnermarsch.

Buochs und Lungern top

31 der 47 Musikkorps liessen sich nicht nur mit Worten bewerten, sondern auch mit Punkten rangieren. Ein Blick auf die Rangliste zeigt nur allzu deutlich das hohe Niveau der Musikkorps in Ob- und Nidwalden, belegten sie doch gleich mehrere Spitzenplätze. In der 1. Klasse erreichte die Musikgesellschaft Ennetbürgen 187 von 200 möglichen Punkten und belegte damit den 2. Rang hinter Triengen (190 Punkte) und vor der Harmoniemusik Kerns (182,4). In der 2. Stärkeklasse brillierten die Harmoniemusik Stans (3. Rang, 181), die Musikgesellschaft Giswil (4. Rang, 175) und die Musikgesellschaft Alpnach/Stansstad (6. Rang, 169). Eine denkwürdige Spitzenleistung gelang in der 3. Klasse der Feldmusik Lungern und dem Musikverein Buochs. Die Lungerer siegten mit 187 Punkten, gefolgt von Buochs mit 184. Eine respektable Leistung gelang auch der Jungmusik Buochs-Ennetbürgen (170) und der Musikgesellschaft Emmetten (154). Aber auch ohne Aufgabestück konnte man brillieren, wie die Musikkorps aus Ennetmoos, Dallenwil, Beckenried und Engelberg bewiesen.

Emmetter mit Evolutionen

Erfolge gab’s auch bei der Marschmusik. Am Samstag siegte der Musikverein Buochs zusammen mit der Stadtmusik Sursee mit je 89 Punkten. Am Sonntag erreichten Ennetbürgen und Kerns mit 91,3 exakt die gleiche Punktzahl und belegten den 3. Rang. Für die grösste Überraschung sorgte die Jungmusik Buochs/Ennetbürgen, welche an ihrer Marschmusik-Premiere mit 85 Punkten den 9. Rang belegte. Am meisten Sympathie erntete die Musikgesellschaft Emmetten, die das zahlreiche Publikum mit originellen Evolutionen unterhielt und dabei auch die Nidwaldner Hymne spielte und sang.

Der viel beschäftigtste und vielseitigste Musiker am Fest war wohl Marcel Krummenacher. Am Samstag dirigierte er die Buochser Musik, am Sonntag die Jungmusik Buochs-Ennetbürgen abwechselnd mit Co-Dirigentin Olivia Rava, spielte zudem als Trompeter bei der Ennetbürger Musik und war gar als Tympanist im Einsatz.

Ranglisten unter www.imf2019.ch

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