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Unterwaldner Jodlervereinigung wählt erstmals eine Frau als Chorleiterin

Patricia Dahinden musste eine Kampfwahl überstehen, um neue Chorleiterin der Unterwaldner Jodlervereinigung zu werden. Thomas Wieland wird zum Ehrenmitglied erkoren.
Otmar Näpflin
Das neue UJV-Ehrenmitglied, der «pensionierte» Chorleiter Thomas Wieland und seine Nachfolgerin Patricia Dahinden. (Bild: Otmar Näpflin, Oberdorf, 23. November 2018)

Das neue UJV-Ehrenmitglied, der «pensionierte» Chorleiter Thomas Wieland und seine Nachfolgerin Patricia Dahinden. (Bild: Otmar Näpflin, Oberdorf, 23. November 2018)

Das Unterwaldner Jodlervolk durfte im Kirchgemeindesaal in Büren beim Jodlercheerli Brisäblick Oberdorf Gastrecht geniessen. Zur rund 100 köpfigen Gästeschar zählten Manuela Bernasconi, Obfrau Fachbereich Jodeln im Zentralschweizer Jodlerverband, Pia Graf, Präsidentin des VSV Unterwalden, und Kurt Wolf vom Ob- und Nidwaldner Schwingerverband.

Nach 20-jähriger Tätigkeit stellte Chorleiter Thomas Wieland auf die Delegiertenversammlung hin sein Amt zur Verfügung. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Mit Patricia Dahinden, Dirigentin vom Jodlerklub Giswil, fand er eine geeignete Nachfolgerin, welche durch die Obmannschaft zur Wahl empfohlen wurde. Gegen diese Nomination regte sich aber vor Tagen Widerstand, denn mit der Gegenkandidatur des Kernser Jodlerdirigenten Emil Wallimann erhielt der Wahlvorschlag gewichtige Konkurrenz. Der Wählerschaft war im Vornherein klar, dass sowohl Dahinden als auch Wallimann den gestellten Anforderungen vollauf gerecht würden, um die musikalische Leitung der Unterwaldner Jodlervereinigung zu übernehmen. Nach einer Diskussion entschieden sich 44 Delegierte für Dahinden und 12 für Wallimann bei 10 Enthaltungen.

«Bim Juizä sind mier eis»

Obmann Walter von Wyl sprach in seiner Rückblende von einem ruhigen Verbandsjahr. Das verflossene Jodlerfest in Schötz verzeichnete seitens der Unterwaldner Jodler eine spärliche Teilnahme. «Dafür», so von Wyl, «präsentierten sie sich am 21. Naturjodlerkonzert in Giswil fast lückenlos und sorgten für ein unvergessliches Kameradschaftstreffen». Was die 22 Nid- und Obwaldner Jodlerklubs im August in Giswil am 21. Unterwaldner Naturjodlerkonzert gesanglich vortrugen, hallt noch immer nach. Der vom Jodlerklub Giswil unter OK-Präsident Zeno Wolf mustergültig organisierte Anlass ruft für die Unterwaldner Jodlervereinigung nach einer weiteren Ausgabe, denn der regionale Juiz sei Spiegelbild der Heimat, beinhalte traditionelle Werte und bedürfe seiner Erhaltung, der Pflege und Förderung.

Dasselbe gilt auch für die Naturjuizsammlung von Edi Gasser. Im Lauf der letzten 20 Jahre hat der 81-jährige Giswiler einen enormen kulturellen Schatz zusammengetragen. Vorerst galt sein Interesse den Schellack- und Langspielplatten mit verwaisten Naturjuizmelodien. Inzwischen umfasst sein digitales Nachschlagewerk 300 auf CDs vorhandene Titel, die fein säuberlich nach Komponisten und Tonträgern unter www.naturjodler.ch abrufbar sind. Die Jodlervereinigung hofft, dass sich jemand für die Fortführung dieser umfangreichen Arbeit finden lässt, denn sie sei erhaltenswert und dürfe unter keinen Umständen verloren gehen.

Ehrend gedachte von Wyl auch den verstorbenen Verbandsmitgliedern Walter Rast, Gebhard Britschgi, beide Sarnen und Hans-Heini Imfeld, Sachseln.

Dank dem respektablen Zustupf vom Giswiler Naturjodlerkonzert konnte Kassier, Roman Burri schwarze Zahlen vermelden. Aktuarin Rahel Rutz und Thomas Odermatt als Vertreter der Alphornbläser wie auch Rechnungsrevisor Paul Huwyler üben ihre Ämter weitere zwei Jahre aus.

Schnupperkurs zur Nachwuchsförderung

Was bei den Alphornbläsern und Fahnenschwingern bestens funktioniert, hat auf dem Jodlersektor Nachholbedarf. Im kommenden Jahr sind deshalb Gesamtchorproben, Stimmbildungskurse für Chorsänger und ein Juiz-Workshop für Jodelstimmen vorgesehen.

Unter dem Motto: «Chum und sing» soll zudem ein Schnupperkurs für alle «Noch-nicht-Sänger» in Jodlerchören angeboten werden. Damit wird versucht, dem Mitgliederschwund zu begegnen. Die Nachwuchsförderung sei eminent wichtig, war zu hören. Abgänger von Kinderchören sollen die Möglichkeit haben, in bestehende Chöre integriert zu werden.

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