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URSCHWEIZ: Gute Noten für Lebensmittelbetriebe – Eiswürfel fallen durch

Das Laboratorium der Urkantone, dem die Kantone Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden angegliedert sind, hat 2015 insgesamt 1745 Inspektionen durchgeführt. In 16 Fällen musste eine erneute Kontrolle innert kurzer Frist verfügt werden, weil grössere Mängel zu beheben waren.
Der Kantonschemiker stellt den Lebensmittelbetrieben der Urkantone ein gutes Zeugnis aus (Symbolbild). (Bild: Neue LZ)

Der Kantonschemiker stellt den Lebensmittelbetrieben der Urkantone ein gutes Zeugnis aus (Symbolbild). (Bild: Neue LZ)

2015 wurde in drei Fällen Strafanzeige erhoben, wie aus dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des Laboratoriums der Urkantone hervorgeht. In einem Fall musste wegen ungenügend hitzebehandelter Lebensmittel Strafanzeige eingereicht werden und in einem andern Fall wegen täuschender Produkt-Anpreisung in einem Onlineshop. Ein weiterer Fall betraf eine täuschende Kennzeichnung eines Lebensmittels.

Insgesamt aber stellt der Kantonschemiker den Lebensmittelbetrieben der Urkantone ein gutes Zeugnis aus, wie es in der Medienmitteilung zum Jahresbericht heisst.

20 Prozent der insgesamt 1010 Proben von so genannten genussfertigen Lebensmitteln wurden beanstandet. Ungenügend war die Qualität am häufigsten bei Reis und Teigwaren. Die Beanstandungsquote fiel in diesem Bereich 1 Prozent höher aus als im Vorjahr.

Aber auch 23 Prozent der getesteten Beilagen wie Spätzle, Polenta und Gemüse entsprachen nicht den Vorgaben. Besser schnitten dieses Jahr Suppen und Beilagen mit Kartoffeln ab.

Schlechte Hygiene bei Eiswürfeln

Das Laboratorium testete in Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden auch die Qualität bei Eiswürfeln. Von den 22 durchgeführten Proben erfüllten 26 Prozent die mikrobiologischen Kriterien nicht und wurden wegen Toleranzwertüberschreitungen beanstandet. Der Unterhalt der Eismaschine sei dort vernachlässigt worden, heisst es. Eine visuell saubere Maschine gebe keine Garantie für hygienisch einwandfreie Eiswürfel.

Bessere Qualität trafen die Tester beim Rohfleisch an. Insgesamt 21 Rohfleischproben aus Metzgereien und dem Detailhandel wurden auf mikrobiologische Qualität überprüft. In nur einer Probe mussten unerlaubte Keime beanstandet werden.

Wie das Laboratorium weiter mitteilte, sorgte der trockene Sommer für schlechtes Trinkwasser. Rund ein Viertel der 2118 Trinkwasserproben entsprachen nicht den Vorgaben. In 15 Prozent der Proben wurden Fäkalbakterien nachgewiesen. Dafür wiesen alle 62 getesteten Badestellen an den Seen in der Zentralschweiz gute bis sehr gute Wasserqualitäten auf.

Mehr Hundebisse

Der Kantonstierarzt, der auch dem Laboratorium der Urkantone angegliedert ist, registrierte 54 Prozent mehr Bissvorfälle an Mensch oder Tier und Hunde mit übermässigem Aggressionsverhalten. Eine Ursache sieht er im schönen Sommer. Mensch und Tier hätten sich vermehrt im Freien aufgehalten.

Aufgefallen sei zudem der starke Rückgang von Faul- und Sauerbrutfällen bei Bienen. Dies wohl ebenfalls dank des guten Wetters, das die Bienenvölker resistenter gegen Krankheitserreger machte. Weiter überraschten den Kantonstierarzt die acht Neuinfektionen durch das BVD-Virus, das vorwiegend Rinder befällt. (sda)

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