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Vater und Tochter sorgen für Lacher in Stans

Am Mittwoch gastierten René und Laura Rindlisbacher als Comedy-Duo im Kollegisaal.
Christian Hug
Der berühmte Kampf um die Fernbedienung: Laura und René Rindlisbacher während ihres Auftritts in Stans. (Bild: André A. Niederberger, 11. September 2019)

Der berühmte Kampf um die Fernbedienung: Laura und René Rindlisbacher während ihres Auftritts in Stans. (Bild: André A. Niederberger, 11. September 2019)

Stans lacht wieder, und das ist eine gute Idee, denn das Leben ist ja hart genug. Vorgestern Mittwoch eröffneten «s’Rindlisbachers» mit ihrem Programm «Oh NEIN Papa» die 16. Ausgabe des Humorfestivals Stans lacht im mit 500 Besuchern ausverkauften grossen Kollegisaal.

Die Erwartungen des Publikums waren hoch, denn «s’Rindlisbachers», das ist vor allem René Rindlisbacher, der einst im Duo mit Stefan Schmidlin als Schmirinskis die ganze Schweiz sehr erfolgreich zum Lachen brachte, als TV-Quizmoderator gute Arbeit leistete und schliesslich mit dem Nachfolge-Duo Edelmais mit Sven Furrer als Bühnenpartner mit dem Circus Knie auf Tournee war.

Jetzt, ein Jahr nach der Auflösung des Duos Edelmais, ist René Rindlisbacher wieder unterwegs, und zwar mit seiner Tochter Laura als neuer «Gegenspielerin». Das klingt verheissungsvoll: Einerseits kann sich Laura, 26, als Newcomerin in der nationalen Comedy-Szene an einem Profi ihre Sporen abverdienen. Anderseits gab’s das noch nie, Vater und Tochter gemeinsam auf der Comedy-Bühne. Da ergeben sich natürlich weite Felder humoristischer Möglichkeiten.

Unerwartete Vater-Tochter-Scherze

Das Schauspiel begann nach einem erst etwas unkonzentrierten und dann etwas zu nervösen Auftakt entsprechend spannend: René geht zum Urologen, weil er sich unterbinden lassen will, aber statt des Arztes erscheint dessen Stellvertreterin Dr. Rebsamen zur Sprechstunde. Eine wunderbare Auslegeordnung für Vater-Tochter-Scherze und Um-den-heissen-Brei-Gerede, die Laura und René träf und witzig bespielten.

Im Verlauf des Programms entwickelten die beiden drei rote Fäden: Die Vater-Tochter-Scherze kamen immer wieder unerwartet inmitten eines Sketches zu einem ganz anderen Thema – immer wieder nahmen ihre Scherze Bezug zu vorhergehenden Sketchen, was die Nummern des ganzen Programms ungewohnt eng miteinander verknüpfte – und der Einbezug eines Besuchers funktioniert als Running Gag immer.

Bemerkenswert war auch die gnadenlose Offenheit, mit der vor allem René arbeitet: Viele seiner Scherze und Bemerkungen bezogen sich selbstironisch auf reale Ereignisse aus seiner Vergangenheit, zum Beispiel auf seinen Schulterbruch, seine Prix Walos, seine Zeit als TV-Moderator. Laura blieb dabei stets präsent und zeigte sich die ganzen zwei Stunden Spielzeit als (fast) ebenbürtige Bühnenpartnerin. Sie ist, das Scherzchen passt hier bestens, ganz der Vater.

Es gibt Luft nach oben

Das ist gut so, und aber auch gleichzeitig das Problem: Für einen Vollprofi wie René, der seit 35 Jahren Comedy macht, waren sowohl sein Timing als auch seine Aussprache bemerkenswert unpräzise, und das Tempo des Schauspiels war leider zu oft zerdehnt – und das ganz unabhängig von der Frage, ob alte Schmirinskis-Figuren wie Alfonso oder Bruno Waldvogel in einem Vater-Tochter-Programm mit entsprechend völlig neuen Comedy-Möglichkeiten überhaupt noch angebracht sind. Immerhin: Solchen Fragen zuvorkommend, konterte Laura vorlaut: «Wer ist hier der Profi?» Wir bleiben gespannt, wie sich dieses Duo entwickelt.

Stans lacht weiter

Auch das Humorfestival Stans lacht wird sich weiter entwickeln: Heute Freitagabend gastiert Frölein Da Capo im Kollegisaal, ebendort steigt am Samstag die grosse Comedy-Night mit vielen Stars und ebenso vielen Kurzauftritten, und am Sonntag beschliesst Bänz Friedli das Festival mit der Frage: Was würde Elvis sagen? Wir sagen: Da gehen wir hin.

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