VCS Nid-/Obwalden ist gegen geplante Umfahrungsstrasse Stans West

Nicht nur die Gemeinde Stans, auch der VCS fordert, dass eine zweite Variante für die Umfahrungsstrasse im Gebiet Stans West in Betracht gezogen wird. Beim jetzigen Vorschlag stimme das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht.

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Die geplante Strasse würde entlang der Zentralbahnstrecke und Müller-Martini (rechts im Bild) führen. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Die geplante Strasse würde entlang der Zentralbahnstrecke und Müller-Martini (rechts im Bild) führen. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Die Umfahrungsstrasse Stans West, die der Kanton im Auftrag des Landrats geplant und aufgelegt hat, gehöre zurückgezogen. Der Landrat solle umgehend die Planung einer weiteren, schwerverkehrstauglichen Variante Netzergänzung in Auftrag geben. Dies verlangt die VCS-Sektion Ob- und Nidwalden in einer Medienmitteilung. «Erst wenn beide Varianten auf den gleichen Planungsstand gebracht worden sind und die Entlastungswirkung verglichen werden kann, können Behörden und Volk sinnvolle Entscheide fällen», schreibt der VCS und unterstützt damit die Gemeinde Stans. Diese lehnt das aufgelegte Projekt Stans West ab und favorisiert stattdessen die Variante Netzergänzung über den Kreisel Bitzi beim Länderpark.

Für den VCS ist die aufgelegte Variante «mit so grundlegenden Schwachstellen nicht reif für eine Volksabstimmung». Er kritisiert verschiedene Punkte. So sei die Entlastungswirkung schlecht. Der Landverschleiss sei beträchtlich, eine direktere Linienführung würde sich positiv auswirken. Das Kosten-/Nutzenverhältnis stimmt für den VCS ebenfalls nicht: Dass von den Kosten von 15 Millionen Franken rund 30 Prozent als Entschädigung an die Firma Müller-Martini bezahlt werden müssten, sei fragwürdig. Die aufgelegte Strecke sei unattraktiv, sie bleibe als Umweg für Velofahrer und Fussgänger uninteressant. (unp)

Gemeinde lehnt Umfahrung Stans West ab

Noch liegt kein definitiver Entscheid vor. Es zeichnet sich aber ab, dass die Gemeinde Stans beim Kanton Einsprache gegen die Strassenvariante Müller-Martini erheben wird. Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis.
Philipp Unterschütz