VEREINHEITLICHUNG: Die Reform der Flurnamen ist aufgeschoben

In Wolfenschiessen und Ennetmoos führt die Vereinheitlichung der Ortsnamen zu bösem Blut. Die Regierung jedoch will die Namensrevision durchboxen.

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Beat Fuchs, Justiz- und Sicherheitsdirektor von Nidwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Beat Fuchs, Justiz- und Sicherheitsdirektor von Nidwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Die Nidwaldner Regierung setzt die rechtlichen Verfahren zur Vereinheitlichung der Schreibweise der Flurnamen vorübergehend aus. Widerstand vor allem in den Gemeinden Wolfenschiessen und Ennetmoos haben dazu bewogen, die Einführung der teilweise umstrittenen Reform der Flurnamen bis zur elektronischen Volkszählung zu verschieben Die Vereinheitlichung der Flurnamen hätte nach dem Zeitplan des Regierungsrates 2009 vollzogen sein sollen. Denn 2010 folgt unaufschiebbar die Volkszählung, die sich erstmals schweizweit auf digitalen Daten abstützen wird. Das heisst: Jeder Person soll bis dann mittels Computer eine Adresse zugeordnet werden.

Im Auftrag des Bundes
Die stockende Reform der Flurnamen mit der anstehenden Volkszählung zu koordinieren, war dem Justiz- und Sicherheitsdirektor Beat Fuchs zu riskant. «Für die Volkszählung werden wir noch die bisherige Schreibweise der Flurnamen verwenden», erklärt er das Verfahren. Die von der Regierung eingesetzte Nomenklaturkommission soll indessen mit ihrer Arbeit wie bisher fortfahren. «Wir versuchten in unserer bisherigen Arbeit eine einheitliche Linie in die Reform der Schreibweise der Flurnamen zu bringen.» Das nach wissenschaftlichen Kriterien erstellte Lexikon der «Nidwaldner Orts- und Flurnamen» sei die richtige Grundlage dazu.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.