Verhandlungen drohen zu scheitern

Die Verhandlungen zwischen den Korporationen und dem Kanton Nidwalden über die Nutzung des Flugplatzes Buochs drohen zu scheitern. Der Kanton fordere von den Korporationen zu viele Zugeständnisse.

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Blick vom Stanserhorn auf den Flugplatz Buochs. (Bild: Archiv Markus von Rotz / Neue NZ)

Blick vom Stanserhorn auf den Flugplatz Buochs. (Bild: Archiv Markus von Rotz / Neue NZ)

Ein Teil des Areals des Flugplatzes Buochs wird für den Flugbetrieb nicht mehr benötigt. Es handelt sich dabei etwa um eine Rollbahn oder um Zufahrtswege. Die früheren Landbesitzer, die Genossenkorporationen Stans, Buochs und Ennetbürgen, haben dafür ein Vorkaufsrecht.

Die Korporationen wollten das Land vom Bund zurückzukaufen und den bisherigen zivilen Flugbetrieb gewährleisten, erklärten sie am Dienstag an einer Medienkonferenz. Somit stehe Zeit zur Verfügung, um mit dem Kanton die künftige Nutzung und die gewerbliche Entwicklung des Areals zu planen.

Nach Angaben der Korporationen ist eine Einigung mit dem Kanton aber stark gefährdert, dies weil der Kanton ein volles Nutzungsrecht für die Flächen fordert. Die Korporationen wären dann die Grundeigentümer, könnten aber nichts mit dem Land anfangen, sagte Klaus Kayser, Genossenvogt von Stans.

Es eilt

Einer Vereinbarung mit dem Kanton, die diesem ein Nutzniessungsrecht einräumt, wollen die Korporationen in keinen Fall zustimmen. Der Regierungsrat setze mit seiner Forderung eine Lösung zum Flugplatz Buochs aufs Spiel, erklärten sie. Der Vertrag mit dem Bund über den Rückkauf der Flächen muss nämlich bis Ende Jahr unter Dach sein. Die Genossenkorporationen legten am Dienstag einen Entwurf für eine Vereinbarung mit dem Kanton vor, in der sie zu Zugeständnissen bereit seien. Es sei nun am Regierungsrat, sich zu bewegen, forderten sie.

Danach sieht es nach Angaben der Korporationen aber nicht aus. Der Regierungsrat wolle den Druck auf die Korporationen erhöhen und erreichen, dass sich der Landrat für ein Nutzniessungsrecht zu Gunsten des Kantons ausspricht. Auf eine Vereinbarung, die dem Kanton ein Nutzniessungsrecht gewährt, würden sie nicht eingehen, erklärten die Korporationen. Der Regierungsrat gehe bewusst das Risiko ein, die Verhandlungen mit den Korporationen zum Scheitern zu bringen.

Der Regierungsrat will seine Sicht der Dinge am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellen.

sda