VERKEHR: Betrunkene machen die Strassen unsicher

Autofahren ohne Ausweis oder mit über 2 Promille Alkohol im Blut? Für einige offenbar kein Problem. Für die Polizei jedoch schon.

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Leider kein Einzelfall: Der Fahrer dieses Wagens sass Anfang September 2,9 Promille am Steuer. Er und sein Beifahrer zogen beim Selbstunfall in Beckenried schwere Verletzungen davon. (Bild Kantonspolizei Nidwalden)

Leider kein Einzelfall: Der Fahrer dieses Wagens sass Anfang September 2,9 Promille am Steuer. Er und sein Beifahrer zogen beim Selbstunfall in Beckenried schwere Verletzungen davon. (Bild Kantonspolizei Nidwalden)

«Dieses Jahr mussten wir deutlich mehr Fahrzeuglenker verzeigen, welche sich mit extrem viel Alkohol ans Steuer setzten», sagt Pius Bernasconi, stellvertretender Leiter Verkehrs- und Sicherheitspolizei Nidwalden. In der Tat ist der Blick in die Statistik erschreckend: Im Februar erwischte es einen mit 2,84 Promille, im März einen mit 2,73, im Mai einen mit 2,46, im Juni einen mit 1,57, im Juli einen mit 2,19, im August einen mit 2,9 und einen mit 2,54 Promille. Und jetzt kommen noch zwei weitere schwer Betrunkene im September hinzu. Zwei der hier Aufgeführten sind Frauen.

«Gemäss letztjähriger Statistik mussten wir damals ?nur? vier betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr ziehen, die mehr als 2 Promille aufwiesen», sagt Bernasconi. Vermehrte Kontrollen macht die Polizei aufgrund dieser Entwicklung nicht, sagt Bernasconi. Denn die Polizei mache bereits heute rund um die Uhr Kontrollen und prüfe dabei alle Lenker auf ihre Fahrfähigkeit.

Promille-Grenze «vergessen»
Nach Inkrafttreten der 0,5-Promille-Grenze 2005 gingen die Zahlen der betrunkenen Lenker massiv zurück. «Nun scheint diese Gesetzesanpassung bei vielen Personen wieder in Vergessenheit geraten zu sein», vermutet Bernasconi. Viele seien sich zudem der Konsequenzen nicht bewusst, die solch ein Verhalten mit sich bringe.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.